Unsere WM-Teilnehmer stellen sich vor!

Wir freuen uns euch hiermit einige unserer Schweizer WM-Teilnehmer genauer vorzustellen und haben ihnen ein paar Fragen zu der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Berlin und deren Vorbereitungen gestellt.

Besten Dank für die Beantwortung der Fragen und wir wünschen allen Teilnehmern ganz viel Erfolg!

 

 

Übrigens nehmen euch die jungen Reiterinnen Géraldine und Jasmine live auf Instagram mit und lassen uns hinter die Kulissen blicken: #ipvchjungereiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lea Hirschi mit Snotri vom Steinbuckel

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Für uns ist dies die zweite WM, vor zwei Jahren durften wir ebenfalls dabei sein. 

Wie sieht Deine Vorbereitung aus?

Nach der SM hat sich Snotri ein paar freie Tage verdient. Als diese vorüber waren, fing ich an mit etwas ruhigerer Arbeit. Dabei kann ich mich gut auf Kleinigkeiten fokussieren, welche ich noch verbessern möchte, versuche aber andererseits auch etwas Spass in mein Training hineinzubringen. In den drei Wochen vor der WM geht es dann wieder mehr in Richtung Prüfungsreiten.  

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Meistens legt sich die Nervosität beim Aufsteigen schon und sonst dann im Laufe des Warmreitens. Das Wichtigste ist, dass ich in solchen Situationen nichts Neues ausprobiere oder mich irgendwie aus dem Konzept bringen lasse, denn wenn ich alles so mache wie gewohnt, legt sich die Aufregung bei Snotri und auch bei mir sehr schnell. 

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten?

An Snotri schätze ich das Vertrauen, welches er mir schenkt, gerade weil er sehr schnell aus der Fassung kommt, denn solange ich ihm Sicherheit gebe, macht er alles für mich und das geniesse ich sehr an ihm. 

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Einen Glücksbringer habe ich nicht, jedoch hat sich mittlerweile ein Ritual entwickelt. Vor einer Prüfung nehme ich mir immer etwas Zeit, um mich mental vorzubereiten, indem ich das Warmreiten und auch die Prüfung selbst in meinem Kopf durchspiele und mir genau überlege wie ich vorgehen will. 

 

Hier geht's zum Video auf Instagram.

 

 

 

 

 

 

Laura Valentina Roduner mit Ólafur vom Lipperthof

 

 

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Das ist meine erste WM.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus?

Ich bereite mich gleich wie auf alle anderen Turniere vor. Dabei ist es mir wichtig, Abwechslung und Spass ins Training einzubauen. Da wir keine Ovalbahn haben und ich damit schlecht Prüfungsabläufe eins zu eins üben kann, habe ich angefangen einzelne Prüfungselemente in den Alltag einzubauen und mir unser tolles Ausreitgelände zu Nutze zu machen.

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Nein, die Aufregung hält sich bei mir zum Glück in Grenzen. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass mein Nervositätslevel auf der WM doch etwas ansteigt, da es meine erste WM, und auch im deutlich grösseren Umfang ist, als ich mir das gewohnt bin. Allgemein bin ich der Meinung, dass etwas Aufregung nicht schadet und um zu verhindern, dass es zu viel wird, ziehe ich mich gern zurück, putze mein Pferd, plane das Abreiten und gehe die kommende Prüfung gerne nochmal im Kopf durch. Das hilft mir mich zu konzentrieren und Wiederholungsfehler zu vermeiden.

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten?

Das Beste an Oli ist sein ruhiger Charakter. Egal wo und wann und wie aufregend, er ist immer entspannt. Das ist eine super Eigenschaft, denn so kann man ihn bedenkenlos überall hin mitnehmen. Solange es ein Fleck Gras und ein paar andere Tiere hat, ist er zufrieden und freut sich auf das Abenteuer.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Ja mein Glücksbringer ist mein Pferd, denn Oli habe ich immer dabei. Und als Prüfungsritual wird er vorher noch ausführlich geknudelt


 

 

 

 

Silvia Ochsenreiter-Egli mit Heljar frá Stóra-Hofi

 

 

 

 

 

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Die vierte. Seit Berlin 2013 waren wir immer mit von der Partie.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus?

Nach der SM bekam Heljar ein paar Tage wohlverdiente Pause und heute (11.7.) fahren wir für ein paar Tage ins Engadin. Hier komme ich seit Jahren bei guten Freunden unter und habe beste Trainingsmöglichkeiten und vor allem viel Ruhe und Zeit für Heljar. Ab Mitte Juli werde ich wieder etwas intensiver den Focus auf das Prüfungsreiten legen. Heljar ist gut gelaunt und stark diesen Sommer, das gilt es nun zu halten bis Anfang August.

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Ein bisschen Aufregung gehört dazu und ich kann mich im entscheidenden Moment gut fokussieren. Sobald ich im Sattel sitze, verfliegt meist das letzte bisschen Nervosität. Allerdings bin ich an der WM schon etwas angespannter als an anderen Turnieren, die ganze Kulisse mit den Tribünen und den vielen Zuschauern ist schon beeindruckend.

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten?

Heljar ist absolut unkompliziert im Umgang und fühlt sich eigentlich überall wohl, wo er etwas zu fressen hat und andere Pferde in der Nähe sind. Er hat Humor und ist sehr neugierig und einfach ein toller Partner, der mir in den letzten 9 Jahren sehr ans Herz gewachsen ist.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer? Einen Glücksbringer nicht, aber ich ziehe mich ca. eine Stunde vor Prüfungsbeginn zurück und gehe im Geist mehrmals wichtige Abläufe durch und sehe mir Ausschnitte aus erfolgreichen Prüfungen oder Trainings an.

 

Urs Strässle mit Ljóri frá Sauðárkróki

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Das ist für mich die 1. Weltmeisterschaft als Reiter. 2015 in Dänemark durfte ich als Equipenchef für die Schweiz dabei sein. Sehr viel früher war ich einmal als Reiter in Norwegen dabei, dazumal waren es aber noch keine Weltmeisterschaften, sondern Europameisterschaften.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus?

Die Nomination als Ersatz-Team schmälert unseren Einsatz in der Vorbereitung keineswegs. Ljori ist top-fit und die einzelnen Prüfungen sollten sitzen, weshalb wir jetzt viel Dehnungs-Übungen im langsamen Trab machen, dabei hilft mir mein Fahrrad mit Ljori mitzuhalten. Dieses Training mag er sehr gerne und es hilft ihm auch seine Rückenmuskulatur zu stärken. Zusätzlich bin in der privilegierten Lage den Aquatrainer vom Reithof Neckertal zu nutzen, dies ist besonders im Hochsommer immer eine tolle Abwechslung. Wenige Ovalbahnrunden und ein paar Ausritte vervollständigen das weitere Training bis zur WM. So bin ich überzeugt, dass Ljori auch weiterhin frisch, fröhlich und motiviert bleibt und freue mich ihn so nach Berlin mitnehmen zu können.

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Da habe ich nach all den Jahren Turnierreitens und auch weiteren Starts in anderen Sportarten recht viel Erfahrung. Das ist so eine Mischung aus Mentaltraining und positivem Denkens. Das wichtigste für mich ist aber, sich auf den Einsatz zu freuen und Spass zu haben.

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten? Ljori ist immer fröhlich und sehr interessiert an allem was man mit ihm macht. Für sein Temperament würde ich ihm eine 10 geben. Man kann ihn von «null bis hundert und zurück» ganz fein regulieren und er kann sich immer ganz schnell der Situation anpassen.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Das bereitmachen von Pferd und Reiter vor der Prüfung läuft bei mir immer in einem gleichen Muster ab.

Dies mag ein Ritual sein, ich sehe es einfach als ein geordneter Ablauf der nötigen Dinge. Glücksbringer habe ich so keinen. Jedoch, nach einem Ritt der mir nicht geglückt ist, eliminiere ich die dabei getragenen Socken immer sofort, damit ich diese nicht noch einmal an einer Prüfung tragen muss.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ladina Sigurbjörnsson-Foppa mit Styrla fra Skarstad

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Es müsste die 11. WM für mich sein.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus? Meine Vorbereitung ist sehr vielfältig wie das ganze Jahr….. Ich muss etwas abspecken und ich mache wieder regelmässig Sport wie velofahren, joggen und Nordic Walking. Und es macht grossen Spass und Freude. Styrla muss nicht abspecken. Sie hat eine gute Figur. Ich halte sie bei Laune. Mache ein Mix aus dressurmässiger Arbeit in der Halle und Ovalbahn, mache Ausritte. Diese dürfen zwischendurch ruhig auch mal länger sein und trainiere sie frei am Velo.

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Nein, habe ich nicht. Mache einfach nur meine Hausaufgaben im Vorfeld. Dann kommt auch keine Aufregung. Aufregung ist eine reine Energieverschwendung.

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten? Ihr Charakter, ihr Rennpass und ihre Bereitschaft zum Arbeiten.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer? Nein, einen Glücksbringer habe ich nicht. Ich glaube nicht an Glück und Pech. Es gibt bestimmt Situationen die besser zu mir und meinem Pferd passen und welche die schwieriger sind. Und: mache das Beste aus jeder Situation!

 

Oliver Egli mit Birkir frá Vatni

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Für mich ist es die siebte WM.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus? Ich gestalte das Training die gesamte Turniersaison ungefähr gleich und versuche, mich in keiner Form durch die bevorstehende WM aus dem Trainingsplan bringen zu lassen. Mir ist ein vielseitiges und abwechslungsreiches Training für die Pferde sehr wichtig – flott vorwärts reiten gehört da genauso dazu wie Kletterritte im steileren Gelände. Der Optimierung von Birkirs Beschlag und seiner Gesundheit versuche ich viel Rechnung zu tragen: Wir arbeiten eng mit unserem Hufschmied und dem Physiotherapeuten zusammen.

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung? Ein Geheimrezept habe ich nicht, ich versuche mich einfach bestmöglich vorzubereiten. So kann ich in Momenten der Aufregung ruhig meiner Routine nachgehen und kann mich ganz auf den bevorstehenden Ritt fokussieren.

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten? Ich bin absolut begeistert von seinen fünf klar getrennten Gängen. Es sind mir kaum Pferde bekannt, welche in jedem einzelnen Gang so starke Leistungen erbringen können.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast du einen Glücksbringer? Es gibt weniger ein Ritual, als mehr ein immer gleicher Ablauf beim Bereitmachen für die Prüfung. Dabei geht es immer sehr ruhig zu, ich mag es dann nicht, gestört zu werden oder viel zu reden.


Mara Staubli mit Hlébarði frá Ketilsstöðum

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?
Berlin 2019 ist meine 5. WM

Wie sieht deine Vorbereitung aus?

Meine Vorbereitungen sind abwechslungsreich. Da wir nun eine Ovalbahn vor Ort haben, kann ich noch spezifischer trainieren, was unheimlich Spass macht und enorm viel bringt! Ich wechsle ab zwischen dem regulären Training im Wald.. mal länger mal kürzer.., dem dressurmässigen Reiten in der Halle, dem Ovalbahntraning, Handpferdereiten, Stangentraben und neu wieder Aquatrainer (da nun das Provisorium wieder steht).

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Mein wichtigstes Rezept gegen die Aufregung ist, zu akzeptieren, dass man nervös ist. Es ist gut nervös zu sein, es hilft einem die Leistungen optimal abzurufen.

Welche Eigenschaf schätzt Du an deinem Pferd am meisten?

An Hlebardi schätze ich seine unheimliche Bereitschaft mit mir zusammen „abzuliefern“. Er ist immer für mich da und möchte gefallen. Ein Traum!

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtige Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Nein, das haben wir nicht.

Flurina Barandun mit Kvaran frá Útnyrðingsstöðum

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Dies wird für mich die 7. WM.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus? Das wichtigste ist, dass Kvaran bei guter Laune bleibt. Ich arbeite mit ihm viel im Gelände und versuche Kleinigkeiten zu verbessern und stabilisieren. Ansonsten wird er wie bis anhin trainiert. 

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung? Ein gutes Team, positive Stimmung und eine gute Vorbereitung. Geheimrezept habe ich keines. 

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten? Dass wir ein starkes Team sind und ich mich auf ihn verlassen kann.

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer? Für mich ist es besonders wichtig, dass ich vor meinem Start 10-20 Minuten für mich alleine habe. Ich brauche das um mich zu sammeln und zu fokussieren.


 

 

 

 

 

 

 

 

 
Markus Albrecht-Schoch mit Kóngur frá Lækjamóti

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Um diese Frage zu beantworten, musste ich im FEIF- Archiv nachschauen:

1997 mit Þyrill in Seljord, Norwegen

2003 mit Amor in Herning, Dänemark

2007 mit Amor in Oirschot, Holland

2011 mit Vinur in St. Radegund, Oesterreich

2013 mit Kóngur in Berlin, Deutschland

2015 mit Kóngur in Herning, Dänemark

2017 mit Kóngur in Oirschot Holland

Somit ist es dieses Mal die 8. WM!

Wie sieht deine Vorbereitung aus?

Ich trainiere Kóngur weiter wie bis anhin in dieser Turniersaison. Er bekommt also nicht plötzlich spezielles Training oder Bananen statt Heu zu fressen!

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Alles im Griff haben!

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten?

An Kóngur schätze ich ganz besonders seine extreme Leistungsbereitschaft. Er ist für jedes Training oder Turnier zu haben und hat einen sehr ausgeglichenen Charakter. Mit seinem Temperament und seinem überdurchschnittlichen Talent im Rennpass ist er einfach ein grossartiges Pferd!

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Ritual? Nein, das habe ich nicht. Ein Glückbringer jedoch schon; Kóngur!

 

 

 

 

 

 

 

 
Jasmine Stauffer mit Stirnir fra Grundet Hus

Die wievielte WM ist die WM in Berlin 2019 für Dich?

Es ist meine erste WM.

Wie sieht Deine Vorbereitung aus?

Nach der Schweizermeisterschaft hatte Stirnir eine kleine Pause, bevor wir dann langsam wieder mit dem Training begonnen haben. Nun sind wir in Norddeutschland bei unserem Trainer und von hier aus geht es dann direkt weiter nach

Berlin. 

Hast Du ein Geheimrezept gegen die Aufregung?

Nicht wirklich... Sobald ich auf dem Pferd sitze ist es immer besser und ein bisschen positive Aufregung kann ja auch hilfreich sein :). 

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinem Pferd am meisten?

Ich mag seine aufgeschlossene Art sehr gerne. Stirnir ist sehr menschenbezogen und neugierig. Zudem ist er unkompliziert im Umgang und glücklich, solange er genügend Aufmerksamkeit und Futter bekommt. Stirnir ist sehr ‚verschmust’

und kann mich immer aufheitern und zum Lachen bringen :).

Gibt es ein spezielles Ritual vor einem wichtigen Turnier für Dich? Hast Du einen Glücksbringer?

Ich muss einfach immer genügend Zeit haben um alles in Ruhe vorzubereiten und Stirnir ganz gemütlich putzen zu können. Einen Glücksbringer habe ich nicht unbedingt.


 

Folgende weitere WM-Teilnehmer sind:

 

Andrea Balz mit Baldi frá Feti

 

 

 

 

Fabienne Greber mit 
Hágangur vom Kreiswald

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lena Studer mit Pipar vom Saanetal

 

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 Géraldine Greber mit Andi frá Kálfhóli 2


Livio Fruci mit Erró vom Freyelhof und

Jóhannes Kjarval frá Hala

 

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Für die Zuhause gebliebenen - Live Streams

Du kannst leider nicht dabei sein an der WM und möchtest nicht nur die Ergebnisse sondern auch die spannenden Ritte live mitverfolgen?

Mittlerweile ist der Ergebnisdienst https://ticker.icetestng.com sehr gut bekannt. Hier werden jeweils vor den Turnieren die Startlisten wie auch während und danach Ergebnisse publiziert. Um die Ritte auf dem Bildschirm live mitzuverfolgen gibt es mittlerweile diverse Live Streams. Untenstehend eine Auflistung für welche Turniere welche Live Streams genutzt werden können:

 

Weltmeisterschaft 2019 in Berlin:

https://live.wm2019.berlin/index.cfm?lang=de

 

Diverse Turniere gibt es auf icehorse.tv zu sehen: https://icehorse.tv

im Jahr 2019 waren dies beispielsweise:

Trieb Hallentrophy 2019

DIM 2019

Bei Icehorse.TV gibt es die Möglichkeiten ein Monats - oder Jahrespaket oder einen Pass nur für den ausgewählten Event zu kaufen. 

 

Wer gerne die Champions League der Islandpferde, Meistaradeildin, mitverfolgen möchte, erhält über https://www.oz.com/meistaradeildin/ einen Stream.

 

Text: Viviane Erne

"Ein WM Duo für alle Fälle!" - Urs Strässle

Ein Beitrag über Urs Strässle und seinem Ljori im Hinblick auf die Weltmeisterschaften 2019 in Berlin, wurde heute im Tagblatt veröffentlicht. Hier gelangt ihr zum Artikel.

Kondition- und Leistungstraining des Pferdes

Im Nachgang findet ihr einen spannenden Text von Veronika Conen aus ihrem Vortrag IRV 23. Februar 2014. Es geht dabei um folgende Themen:

 

Definition. Was versteht man unter Kondition?

Bedeutung. Warum ist Kondition wichtig?

Physiologie. Welche Vorgänge laufen im Pferd ab?

Energiestoffwechsel. Wie funktioniert das?

Training. Wie steigere und sichere ich Leistung?

Hitzeregulierung. Wo ist die Belastungsgrenze?


Definition. Was versteht man unter Kondition?

Wörtlich genommen heißt Kondition bloß „Zustand“, weshalb wir korrekt von guter oder schlechter Kondition sprechen. Gewöhnlich stellen wir uns aber mehr vor: „Der Anpassungszustand des Pferdes und seines gesamten Organismus an die jeweiligen Anforderungen“ lautet eine Definition. Das heißt, es kann alles leisten, was von ihm verlangt wird. Kondition bedeutet Fitness und umfasst die Systeme von Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Bewegungsapparat, Koordination (Fertigkeit sich zu bewegen) und Psyche.
Kondition ist der "Momentanzustand" von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Ziel eines Trainings ist die Verbesserung dieser Parameter, und zwar in der genannten Reihenfolge.

Bedeutung. Warum ist Kondition wichtig?

Man könnte sagen, für zwei Mal je eine Stunde Ausreiten die Woche braucht mein Pferd keine Kondition. Kondition ist aber wichtig für die Gesundheit und wichtig für alle Pferde, die eine gewisse Leistung erbringen sollen: Sie verhindert Verletzungen und Überforderung. Das oberste Ziel einer Grundkonditionierung lautet, die physiologischen Grundlagen und den Stoffwechsel so zu entwickeln, dass das Pferd Belastungen bei minimiertem Verletzungsrisiko aushält.

Wollen wir uns als Menschen einmal in das Pferd hineinversetzen, stellen wir uns folgendes vor:  Ich muss mit einem schweren Rucksack dreimal über den Reitplatz gehen. Bei meiner aktuellen Fitness kein Problem. Die nächsten drei Runden absolviere ich im Joggen. Geht auch noch, aber mir geht schnell die Puste aus. Mein Trainer ist leider erbarmungslos und fordert diverse Übungen und dies zügig. Außerdem soll ich nicht so stöhnen und rot im Gesicht sein. Er will, dass ich gut aussehe und strahle. Nach einer Dreiviertelstunde stolpere ich und hole mir eine Bänderzerrung.

Eine gute Kondition bringt dem Pferd Vorteile. Es kann sich nicht nur von A nach B bewegen, sondern hat extra Energie für andere Dinge, wie den Reiter tragen, den Rücken aufwölben, Dressurlektionen, Ovalbahnprüfungen. Und zwar mit Ausstrahlung, weil es ihm leicht fällt.

Die Psyche des Pferdes profitiert ebenfalls, was das Miteinander mit dem Menschen erleichtert. Ein Pferd, das nicht nach drei Runden Trab nach Luft ringt, fühlt sich stark und motiviert. Es fragt, „was kann ich noch für dich tun?“.
Kondition macht ein Pferd mutig und selbstbewusst. Es kann Aufgaben locker bewältigen und nicht gerade eben so. Was einfach ist, macht Spaß. Kondition ist der beste Schutz vor Überforderung.

Das Pferd wird so trainiert, dass es konditionsmäßig nicht von der Hand in den Mund leben muss – es soll was auf der hohen Kante haben. So verfügt es über ausreichend Reserve bei besonderer Belastung oder Krankheit.

Die Erlangung der Grundkondition ist ein Langzeitprojekt. Sein Pferd mal schnell „fit machen fürs Turnier“ ist weder gesundheitsfördernd noch dauerhaft von Erfolg gekrönt.


Physiologie. Welche Vorgänge laufen im Pferd ab?

Wie sieht Kondition aus? Kann man einem Pferd in Ruhe ansehen, ob es Kondition hat? Könnte man das bei einer Obduktion ohne Vorkenntnisse über das Pferd feststellen? Was passiert im Pferd? Wenn wir von Kondition reden, meinen wir meistens, wie schnell jemand ins Schnaufen kommt.

Irgendwie ist der Begriff nicht ganz greifbar, auch wenn wir fühlen können, ob unser Pferd lange durchhält bzw. früh schlapp macht.

Kondition ist der äußere Ausdruck ganz konkreter physiologischer Zustände.

Alle Abteilungen des Organismus sind beteiligt:

a)  Herz-Kreislauf-Atmung
b)  Muskulatur
c)  Stützgewebe
d)  Knochen
e)  Hufe
(f)  Psyche)

Diese verschiedenen Gewebe und Systeme sind entsprechend der Auflistung (bis auf f) unterschiedlich gut mit Blut versorgt. Je durchbluteter, desto schneller reagieren sie auf Trainingsreize und verändern sich. Umgekehrt bedeutet das, je träger sie sind, desto länger müssen sie trainiert werden.


a) Herz-Kreislauf-Atmung

Dieses System umfasst Herz und Arterien, Venen und Kapillaren. Sie transportieren Sauerstoff sowie Nährstoffe und Abfälle durch den Körper. Sie versorgen die Muskeln und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen und schwemmen Abfallprodukte des Stoffwechsels wieder aus. Die Lunge und mit ihr die Atmung sind auch ein Teil davon: Durch den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid ist die Lunge direkt mit dem Blutkreislauf verbunden.

Bei steigender Belastung müssen diese Stoffe immer schneller befördert werden.

Was geschieht, wenn wir beginnen, unser Pferd zu trainieren?

Die Sauerstoffzufuhr zum Gewebe verbessert sich, weil sich ein weitverzweigtes Netzwerk von Blutgefäßen und Kapillaren bildet. Diese Strukturen wachsen bei Belastung und erhöhen somit die Kapazitäten für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen in die Muskel und den schnelleren Abtransport von überflüssigen Stoffen und Produkten aus den Muskeln.

Das Herz verbessert seine Pumpleistung. Der Herzmuskel zieht sich kräftiger zusammen und kann mit jedem Schlag mehr Blut ins Gewebe pumpen. Damit sinkt die Herzfrequenz. Beim Pferd sind das 40 bis 200 Schläge. Für den Menschen würde das bedeuten, dass er nicht mehr so schnell „auf Hundertachtzig“ ist.

Bei Belastung erfolgt eine Umleitung der Blutströme: Im Ruhezustand zirkulieren rund 15% zum Muskel, bei Belastung bis zu 80%, bei Ruhe beansprucht das Gehirn ca. 10%, bei extremer Belastung bekommt es nur noch 2 % des Blutes.

Je intensiver trainiert wird, desto mehr rote Blutkörperchen zirkulieren im Blutstrom. Die Milz legt eine größere Reserve an, die bei Bedarf genutzt werden kann. Der höhere Hämoglobinspiegel bewirkt, dass mehr Sauerstoff zum arbeitenden Muskel transportiert werden kann. Die Speicherkapazität für Erythrozyten lässt sich also trainieren.

Das Leistungspotential des Pferdes hängt von seinen Energiereserven und dem verfügbaren Sauerstoff ab.

Atmung bedeutet die Aufnahme von Luft /Sauerstoff. In den Lungenbläschen findet die Übergabe von Sauerstoff in den Blutkreislauf statt. Atmung ist aber auch der Abtransport des Abfallproduktes Kohlendioxid aus dem Körper. Ebenfalls werden bei dem Prozess Flüssigkeit und Wärme an die Umwelt abgegeben. Die Atmung dient demnach auch der Regulation des Wasser- und Wärmehaushalts.
Ein Pferd macht in der Minute 8 – 120 Atemzüge. In der höchsten Frequenz entspricht die Anzahl der Atemzüge der Anzahl der möglichen Galoppsprünge, und hat damit limitierenden Charakter. Umgesetzt wird ein Volumen von 50 – 1800 Litern pro Minute.

Für derartige Leistungen ist ein minimaler Atemwiderstand vonnöten: Hyperflexion oder zu starke Beizäumung verursachen Strömungsverengungen. Ein freier Luftstrom durch die Atemwege gewährleistet das ungehinderte Arbeiten der Lunge und die Sauerstoffversorgung der Muskeln.

Der Atemapparat ist leider nur eingeschränkt trainierbar. Das Gewebe, das den Sauerstofftransport von der Lunge ins Blut bewirkt, lässt sich durch Training nicht vermehren oder verbessern. Im Umkehrschluss sind Beschädigungen weitgehend bleibend. Das Atemvolumen aber, also die Sauerstoffmenge pro Atemzug, kann durch Übung der Atemtechnik und Atmungsmuskulatur vergrößert werden.

Deshalb sind alle Maßnahmen von Bedeutung, die dem Erhalt der Funktionsfähigkeit der Lunge dienen. Dazu gehören staubarmes Futter, frische Luft sowie Bewegung im Sinne einer angepassten Belastung durch langsam aufbauendes Herz-Kreislauf-Training. (Schlecht trainierte Pferde können nach Höchstbelastung in der Lunge bluten. Eine Sauerstoffschuld entsteht im Muskel. Der Sauerstoffmangel macht das Blut dicker, der Blutdruck steigt)

Die Anpassung des Herz-Kreislauf-Systems ist die unverzichtbare Basis der Grundkonditionierung und des Ausdauertrainings.


b) Muskulatur

Die Muskulatur hat vier funktionelle Bereiche: Ausdauer, Schnellkraft, Koordination, Flexibilität.

Muskeln sind von Natur aus gut durchblutet und profitieren von einem gut ausgebauten Herz-Kreislauf-System. Sie sind durchzogen von einem
dichten Kapillarnetz, das die Durchblutung und Versorgung gewährleistet. Durch Training verbessert sich dieses Netz weiter und damit die Versorgung des Muskels. Er kann im sogenannten aeroben Stoffwechsel mehr Sauerstoff aufnehmen und verwerten.

Im Muskel finden Enzymaktivitäten statt, die der biochemischen Energieerzeugung dienen. Auch die intensivieren sich. Die Abläufe der
Energiespeicherung und des Energiestoffwechsels werden optimiert.
Ein Nebenprodukt des Muskelstoffwechsels ist Wärme, deren Abtransport wiederum durch die leistungsfähige Infrastruktur erleichtert wird.

Muskelfasern „lernen“, d.h., sie ziehen sich möglichst energiesparend zusammen.

Es gibt drei unterschiedliche Fasertypen:
Typ I: langsam kontrahierend, ermüdungsresistent, flach, Ausdauertraining, aerobes System
Typ IIA: schnell kontrahierend, ermüdungsresistent, Ausdauer- und Schnelligkeitstraining, aerobes/anaerobes System
Typ IIB: schnell kontrahierend, schnell ermüdend, dick, Schnellkraft, anaerobes System

Daraus ergeben sich je nach Aufgabe des Muskels verschiedene Trainingsansätze:

1. Ausdauertraining – lange langsam laufen
2. Krafttraining, Schnellkraft – bergauf reiten, Dressur
Parallel dazu werden geübt:
Flexibilität – Dressur, Dehnen, Biegen
Koordination – Dressur, Geländeschwierigkeiten, Springen

Neben Ausdauer und Kraft muss in jedem Fall die Koordination der Muskelbewegung geübt werden. Dafür ist das Nervensystem zuständig.
Das Zusammenspiel von Arbeitgeber (Pferdehirn) und Arbeitnehmer (Muskel) über das Telefon des Nervensystems kann trainiert werden. Durch beständiges Üben werden Nervenbahnen und Synapsen gebildet. Pferd und Reiter profitieren von einem eingespielten Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis. Lohn der Arbeit sind ein koordinierter Bewegungsablauf, Trittsicherheit und flüssige Gangarten, die Energie sparen und vor Verletzung schützen.

c) Stützgewebe

Hierunter versteht man Bänder, Sehnen, Gelenke, Knorpel und Hufe. Sie sind schwächer durchblutet, reagieren also langsamer auf Trainingsreize.

Bänder verbinden Knochen mit Knochen. Bänder halten die Gelenke zusammen und kontrollieren Bewegungsrichtung und Bewegungsfreiheit.

Sehnen verbinden die Muskulatur mit den Knochen. Sie gleichen einem aus unzähligen Gewebefasern zusammengesetzten, nur bedingt elastischen Drahtseil. Sie wirken bei der Bewegung wie Federn. Bei Dehnung (Auffußen) nehmen sie Last und Energie auf und setzen sie dann in Bewegungsenergie um.

Sehnen und Bänder müssen kräftig und elastisch sein. Das beste Training für die Belastbarkeit der Sehnen ist so viel Auslauf und Bewegung wie möglich in der Jugend. Eine Verbesserung der Qualität der Sehnen und Bänder erfordert häufige, ruhige und regelmäßige Bewegung über Monate. Später erfolgen langsam steigende Trainingsreize durch unterschiedliches Terrain und belastendere Bewegung.

Der wirksamste Schutz für Sehnen liegt in einer starken Muskulatur. Wir können uns eine Sehne vorstellen wie das Seil eines Baggers, das den Motor mit der Schaufel verbindet. Hier ist nicht nur die Bewegung wichtig, sondern vor allem die Dämpfung der Bewegung. Der Baggerführer bremst das Herunterfallen der Schaufel mit dem Motor. Im Vergleich dazu dämpfen die Muskeln über die Sehnen den Aufprall z.B. des Vorderbeins.

Was passiert aber im Falle einer Verletzung? Der Sehnenapparat wird beim Aufprall überlastet, da ihn die Muskeln aufgrund Energiemangels nicht dämpfen konnten.  Zurück zum Bagger: Die Schaufel saust nach unten, der Motor stottert und kann den Fall nicht mehr weich bremsen. Entweder knallt die Schaufel auf die Erde und etwas bricht, oder die Seilsperre wird reingehauen und die Seile reißen.

Gelenke sind Knochen-Knochen-Verbindungen. Alle Knochenenden sind von Knorpelmasse umgeben. Die Knorpelschichten gleiten als Kugellager gegeneinander. Je nach Belastung reichert sich dazwischen Gelenkschmiere an. Zusammen mit dem Knorpel begünstigt sie die Gleitfähigkeit der Knochen aufeinander und damit eine Abpufferung von Druck. Die Bildung der so genannten Synovialflüssigkeit findet unter Belastung auf Anforderung statt. Das geschieht in der rund 20-minütigen Aufwärmphase.
Ständige Be-(nicht Über-)lastung im Training regt, ähnlich den Schwielen an den Händen, das Knorpelwachstum an.

Bestes Training für gesunde Gelenke ist wiederum reichlich Auslauf in der Jugend.

d) Knochen

Knochen als Bestandteile des Skeletts reagieren ebenfalls auf Reize. Freilich am langsamsten, weil sie am schwächsten durchblutet werden. Knochensubstanz passt sich nur über Monate und Jahre hinweg an Belastungen durch Bewegung an. Die knochenaufbauenden Zellen in den Knochen werden angeregt, einen Umbau vorzunehmen. Es erfolgt dann eine Zunahme an Knochenmasse, Knochendurchmesser und mineralischer Knochendichte. Ruhe und Belastungsminderung fördern hingegen Knochenabbau, Knochenmasse schwindet.

Auch Knochen werden am nachhaltigsten in der Jugend trainiert. Das macht sie robust und weniger anfällig für Mikrofrakturen und Knochenabsplitterungen. Reize zum Umbau steigen mit der Intensität des Trainings.

e) Hufe

Hufe sind ein eigenes, ausuferndes Thema. Auch hier gilt, Hufhorn ist eher schwach durchblutet und zeigt deshalb eine langsame Reaktion, profitiert aber von Trainingsreizen und einem verbesserten Stoffwechsel durch Konditionstraining.

f) Psyche

Psyche und Körper sind beim Pferd untrennbar verbunden. Könnte ein Pferd sprechen, würde es ziemlich sicher nie so etwas sagen wie „ich und mein Körper“. Wenn es sich ausdrückt, drückt es sich mit der Sprache der Körpers aus. Wir sehen und erleben unsere Pferde genauso ganzheitlich. Wenn wir unser Pferd lieben, dann nicht nur wegen seines Wesens, sondern auch oder gerade wegen seines Körpers.
Daraus folgt, was Fitnesstrainer auch uns Menschen predigen: Ein starker Körper macht eine starke Psyche und umgekehrt.
Das Pferd ist ein Fluchttier, und deshalb verleiht Fitness ihm ein Gefühl der Sicherheit, Mut und Selbstbewusstsein.
Das Pferd ist ein Bewegungstier und hat Freude an der Bewegung. Sie entspricht seinem Wesen und macht es ausgeglichen.
Und das Pferd ist ein soziales Wesen: Um seinem Reiter zu gefallen, will es die gestellten Aufgaben bewältigen können. Wenn ihm Kraft und Ausdauer dazu fehlen, mündet dies in Überforderung und Stress oder gar Verweigerung, Widersetzlichkeit und Durchgehen.
Dank physischer Stärke kann es alles, und alles ist leicht. Psychische Stärke macht das Pferd gelassen, neuen Aufgaben gegenüber aufgeschlossen, lernfähig weil entspannt, kooperativ und konzentrationsfähig.

Eine starke Psyche lässt sich trainieren.


Energiestoffwechsel. Wie funktioniert das?

Bewegung entsteht dadurch, dass sich Muskeln zusammenziehen und wieder ausdehnen. Für diese Arbeit brauchen sie Energie. Die Energie wird bezogen aus Nährstoffen und Sauerstoff.

Zu Beginn etwas Biologie:
Das Pferd frisst hauptsächlich Gras, Heu und Getreide.  Der wichtigste Nährstoff darin sind Kohlenhydrate. Diese Kohlehydrate werden im Dünndarm zu Glukose oder Traubenzucker umgebaut. Ein Teil der Glukose wird sofort verbraucht für Gehirn- und Nervenzellen. Der Rest wird von Leber- und Muskelzellen in Glykogen umgewandelt und so gespeichert. Wenn dann immer noch Glukose übrig ist, wird sie als Fett gespeichert.

a) Wie entsteht Energie?

Über eine ganze Reihe von komplizierten Prozessen wird aus den gespeicherten Nährstoffen ATP = Adenosintriphosphat hergestellt. Diese Aufgabe erledigen die Muskelzellen. ATP ist ein energiereiches Molekül. Es setzt sich aus Proteinen zusammen, die durch energiereiche Bindungen miteinander verkettet sind. Wenn das ATP wiederum zerfällt, d.h. wenn diese Bindungen gespalten werden, wird Energie freigesetzt. Das ist Stoffwechsel. Nach dem Zerfall muss neues ATP aufgebaut werden, um den Energiefluss zu erhalten.

ATP ist die Energiequelle für sämtliche Körperfunktionen. Es ist die Energiewährung des Körpers und hält alles in Gang - vom mikroskopisch kleinen Zellprozess bis hin zur sichtbaren Muskelkontraktion.

Aufgabe des Stoffwechsels ist, die Energiegewinnung so sparsam und effektiv wie möglich zu betreiben.  Möglichst wenige Nährstoffe sollen verbraucht werden, um das wertvolle ATP herzustellen. Je langsamer die Glykogen- und Fett-Depots geleert werden, desto länger kann der Organismus arbeiten.


b) Die zwei Energiestoffwechselsysteme: aerob und anaerob

Der ökonomischste Prozess ist der aerobe Energiestoffwechsel. Er findet unter Anwesenheit von Sauerstoff statt, und zwar bei niedriger bis mittlerer Anstrengung, wie Schritt, ruhigem Trab oder Tölt.
In den Mitochondrien, den „Energiefabriken“, werden mit Hilfe des vorhandenen Sauerstoffs Nährstoffe „verbrannt“. Bei aerober Arbeit verbrennt der Körper zuerst die Fette, dann die Kohlenhydrate. Die Glykogendepots werden so für spätere Verwendung geschont. Aus einer Glukoseeinheit entstehen Kohlendioxid, Wasser und rund 36 Moleküle ATP. Kohlendioxid und Wasser sind unschädliche Nebenprodukte des Stoffwechsels, die einfach ausgeschieden werden.
Der aerobe Stoffwechsel setzt im Verhältnis zum Verbrauch der eingesetzten Nährstoffe die größten Mengen ATP frei. Die Nutzung aerober Energiequellen wie Fetten verzögert Ermüdungserscheinungen, die sonst mit der Erschöpfung der  Glykogenreserven einhergehen. Außerdem produziert die Fettverbrennung rund 30% weniger Wärme.
Bei aerober Arbeit kann permanent Nachschub an ATP produziert werden.

Weniger wirtschaftlich ist der anaerobe Energiestoffwechsel. Er findet unter Sauerstoffmangelbedingungen statt. Bei besonders anstrengenden Bedingungen wie Sprints, Bergaufreiten, Springen und Hoher Schule ist die Kapazität für Sauerstoffaufnahme nicht ausreichend. Jetzt wird ohne Sauerstoff aus Glykogen ATP hergestellt. Im Vergleich zum aeroben Stoffwechsel werden aber nur 2 Moleküle ATP pro Glukoseeinheit freigesetzt (statt 36), und als Nebenprodukt entsteht Milchsäure. Dieses Laktat kann nicht sofort ausgeschieden werden, sondern lagert sich im Gewebe ab und lässt dann den Muskel ermüden. Eine Überladung mit Laktat schädigt die Zellen. Das Pferd bekommt schmerzhaften Muskelkater.

Vorteil des anaeroben Stoffwechsels: Diese Art von Energie ist schnell verfügbar, wenn Sauerstoff nicht ausreicht, allerdings nur bei besonders anstrengenden sportlichen Aktivitäten und über einen kurzen Zeitraum.

c) Was ist nun der tiefere Sinn des Trainings?  

Der Sinn eines jeden Trainings ist es, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems fördern, damit immer genügend Sauerstoff zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Unter aeroben Bedingungen kann das Pferd am schonendsten und sparsamsten arbeiten. Seine Nährstoffdepots werden geschont, und als Stoffwechsel-Reste fallen lediglich Wasser und Kohlendioxid an.
Je besser die Kondition, also die Fähigkeit, Sauerstoff aufzunehmen und mittels eines starken Kreislaufs zu transportieren, desto besser ist die aerobe Leistungsfähigkeit. Umgekehrt bedeutet das: desto später tritt Sauerstoffmangel ein und damit die Aktivierung des anaeroben Systems.
Außerdem optimiert Konditionstraining im aeroben Bereich die Fettverbrennung,  was wiederum Glykogen spart.

Das untrainierte Pferd wechselt früher als das trainierte in den anaeroben Stoffwechsel. Damit reichert es schneller das schädliche Laktat in den Muskeln an. Man spricht auch von Übersäuerung. Die Kraft der Kontraktion lässt nach. Die Glykogendepots sind bald aufgebraucht. Dem Pferd geht der Brennstoff aus. Die Folge sind Müdigkeit, Leistungsabfall, Schmerzen.

Das heißt aber nicht, dass der anaerobe Stoffwechsel an sich schlecht ist. Die Natur hat ihn erfunden für außergewöhnliche Belastungen. Hier ist eben zu beachten, dass auch ein fittes Pferd nur etwa vier Minuten lang anaerob volle Leistung bringen kann. Dann wird die Milchsäurekonzentration so hoch, dass es Ermüdung zeigt.

Nach Beendigung anaerober Arbeit atmet das Pferd tief und schnell, um das Sauerstoffminus auszugleichen und Kohlendioxid los zu werden. Das Herz schlägt schneller, um die Sauerstoffversorgung zu beschleunigen und Milchsäure und aufgestaute Wärme auszuschwemmen. Das zeigt sich in einem hohen Puls.

Ein Pferd mit guter Kondition und gut trainiertem aerobem Stoffwechsel erholt sich schneller.

Trainingsziel ist die Anhebung der sog. anaeroben Schwelle. Beide Systeme werden trainiert, wobei der Zeitpunkt nach hinten verschoben wird, zu dem das Pferd vom aeroben ins anaerobe Energiesystem wechselt und die Laktatwerte steigen.


Training. Wie steigere und sichere ich Leistung?

Beim Training gilt es, folgenden Zyklus zu beachten:

a) Belastung – Erholung -  Anpassung – Belastung

Während des Trainings werden sog. Trainingsreize gesetzt. Ein Trainingsreiz ist dann gegeben, wenn eine Belastung so hoch ist, dass der Körper des Pferdes mit einem Ausbau = Anpassung der Leistungsfähigkeit reagieren muss.
 
D.h. also, wer sein Pferd niemals fordert, fördert auch nicht dessen Kondition. Das ist falsch verstandene Schonung. Unterschwellige Belastungen bleiben wirkungslos und führen bestenfalls zum Erhalt. Das gleiche gilt auch, wenn nach der Arbeit keine Ermüdung (nicht Erschöpfung!) auftritt. Wirksame Trainingsreize zeigen notwendigerweise Ermüdungserscheinungen. Weder zu schwache noch zu starke Trainingsreize werden wirksam, im ungünstigsten Falle führen sie zu Leistungsrückgang.

Im Detail passiert Folgendes: Im Laufe jeder Trainingseinheit entstehen an Muskeln, Sehnen und Bändern Mikroschäden. Das ist an sich nichts Schlimmes. In der Erholungsphase beseitigt der Körper nun diese Strapazen, indem er die Schäden nicht nur repariert, sondern an den Teilen ein regelrechtes Tuning vornimmt. Er baut die Fähigkeit aus, mit Belastungen leichter fertig zu werden. Die Gewebe passen sich so an höhere Belastungen an. Das nennt man Anpassung. Außerdem füllt der Körper in der Erholungsphase seine Energietanks wieder auf, Nährstoffreserven wie das Glykogen ausgeglichen, der Enzymhaushalt wird geregelt und giftige Stoffwechselprodukte wie Laktat werden ausgeschwemmt.

Diese Prozesse funktionieren bei leichter Bewegung am besten. Deshalb wärmen wir das Pferd ab. Weide-/Paddockgang sind anschließend sehr förderlich.

b) Wie lange dauert eine Erholung bzw. Anpassung?

Der Phosphortank (anaerob) ist in wenigen Minuten wieder aufgetankt, das Sauerstoff-Defizit in max. 30 min ausgeglichen, die Glykogenreserve im Muskel füllt sich in 48 Stunden wieder auf. Der Laktatabbau dauert je nachdem ein paar Minuten bis mehrere Tage. Der Aufbau = Anpassung von Kreislauf und Muskeln Tage bis Wochen. Hufe, Sehnen und Knochen benötigen Monate.

Es ist also wichtig, dass den Belastungsperioden immer entsprechende Regenerationszeiten folgen. Nur so können Gewebeumbau und Erneuerung stattfinden. Wenn derartige Zeiten nicht eingehalten werden, erfolgt im ungünstigsten Falle Abbau. Vor Turnieren empfiehlt sich beispielsweise eine zweitägige Pause, damit das Pferd mit vollen Tanks starten kann.

Durch diesen Prozess wächst mit zunehmender Anpassung ein durchtrainierter Athlet heran.

Umgekehrt wird durch verlängerte Pausen und damit dem Ausbleiben des Belastungsreizes Kapazität abgebaut. Als erstes geht das Tempo flöten, dann die Kraft und als letztes die Ausdauer.


c) Wie baue ich ein sinnvolles Konditionstraining auf?     

1. Basistraining - LSD  -  Long Slow Distance Training

Long Slow Distance Training ist ein Begriff aus dem Vielseitigkeits- und
Distanzsport. Es ist die Methode des kontinuierlichen Konditionsaufbaus und ist gültig für jedes Sport- und Freizeitpferd.

LSD heißt, das Pferd geht im Schritt und Reisetrab (Begriff aus der Military) bei gleichbleibend langsamem Tempo lange Strecken bzw. lange Zeit im Gelände. Das bedeutet im Schnitt mindestens 1 Std oder 8 – 10 km. LSD beinhaltet die mäßige Beanspruchung des Herz-Kreislauf-Apparats und aller Gewebe des Muskel- und Skelett-Systems. Das Training findet im aeroben Bereich bei einem Arbeitspuls von rund 120 -150 bpm statt. Ruhiger Trab ist nicht schneller als 12 km/h.
Wenn man sie lässt, finden die meisten Pferde von selbst ein gleichmäßiges Tempo und halten ihren Puls auf Wohlfühlniveau. Von Natur aus sind Pferde auf Energiesparen ausgelegt. Erfahrene Pferde finden selbst den magischen Pulswert der aeroben Energiegewinnung und passen dann ihr Tempo an Gelände und Geläuf an.

Voraussetzung dafür ist, dass das Pferd zunächst vom Reiter konsequent zum langsamen Laufen angehalten wird. Dabei darf (oder muss) es lange laufen. So erhält das Pferd die Möglichkeit, sich einzulaufen. Es bekommt die Zeit, einen ruhigen, kraftsparenden Laufstil zu erlernen. Zu schnelles Laufen resultiert häufig aus einer mangelhaften Balance. Über die verlängerten Reprisen macht es zudem die wertvolle Erfahrung, dass es sich seine Kraft einteilen muss. Tendenzen zum Rasen lösen sich durch langes Laufen oft schon von alleine und es wird immer leichter, das Pferd ohne Kampf zum langsamen Laufen anzuhalten.
Nicht erwünscht ist ein Laufstil, bei dem das Pferd in wiederholten kurzen Reprisen „losschießt“ bzw. „abgeht“ und sich entlädt.

Wie lange dauert langes Traben?
Je nach Fitness fängt man mit 10 Minuten Trab im Wechsel mit 10 Minuten Schritt an und steigert sich dann sukzessive auf 30 Minuten Trab am Stück. Immer im Wechsel mit 10 Minuten Schritt. Zum Abschluss geht man 20 min Schritt.

Welchen Umfang soll eine Trainingseinheit insgesamt haben?
Damit das Training Wirkung zeigt,  sollte der Ausritt 1 – 1 ½ Stunden dauern bzw. mindestens über 10 km gehen.

Wie oft soll LSD trainiert werden?
3 x die Woche, dazwischen Platz, Bahn, Longieren und Pause
Nach starker Belastung empfiehlt sich 1 x Longieren und 1 x Stehen.

Wie steigert man die Leistung?
Die Anforderungen werden mit der erfolgten Anpassung allmählich gesteigert. D.h. immer wenn das Pferd ein Level mehrmals locker geschafft hat, kann man zum nächsthöheren übergehen.
Aber immer nur eine Sache: entweder Streckenlänge oder Trabdauer/
Umfang oder Intensität, nie beides gleichzeitig!
Beispiel: Zuerst steigert man die Streckenlänge von 10 auf 12,5 km bei einem Rhythmus von 10 min Trab/10 min Schritt. Wenn das problemlos klappt, erhöht man die Frequenz  auf 15/10. Dann auf 20/10 aber wieder auf 10 km runter.

2. Leistungstraining

Wenn der Reisetrab ohne wenn und aber über längere Dauer funktioniert, d.h. mindestens 6 Wochen konsequentes Traben im aeroben Bereich stattgefunden hat, dann kann man schön langsam ab und zu die anaerobe Schwelle ankratzen. Dafür werden kurze Galoppreprisen eingebaut, z.B. von 15 min Trab 3 min Galopp. Dann werden die Galoppeinheiten langsam gesteigert auf 5 min und länger, dafür gibt es wieder 15 min Schritt zum Regenerieren nach der anaeroben Belastung, um die Tanks zu füllen und das Laktat entfernen. Bei erfolgter Anpassung wird die Strecke dann auf 15 km ausgedehnt. Es hat eine relevante Leistungssteigerung stattgefunden: Dank des eingebauten Galopps wird bei gleicher Zeit mehr Strecke gemacht.

Merke: Der Ermüdungszustand zum Schluss der Arbeitseinheit sollte bei steigender Leistung immer gleich bleiben.

Weitere Möglichkeiten der Leistungssteigerung?
Man kann in schwierigeres Gelände wechseln und Steigungen einbauen. Bergauf Reiten in Schritt, Trab und Galopp hat einen starken Trainingseffekt, solange man immer an die Regenerationspausen danach denkt!

Du darfst dein Pferd kurz hart beanspruchen! Aber dann musst du es konsequent wieder zurück in den aeroben Bereich führen. Das ist manchmal schwierig aber absolut unerlässlich. Manche Pferde sind gern heiß nach dem Galopp. In diesem Fall muss man so lange Schritt gehen, bis das Pferd wirklich ruhig aber fleißig ist. Aber auch kein Bummeln! Trainingsziel ist, das Pferd auch nach derartigen Belastungen in den Reisetrab zurückführen zu können.
 
Wie erhalte ich die Leistung?
„Wenn du ein Plateau erreicht hast, mit dem du zufrieden bist oder das einem gesteckten Ziel entspricht, oder wenn du weißt, dass du in einem bestimmten Zeitraum nicht so viel Zeit haben wirst, dann heißt die Aufgabe nicht mehr Leistungssteigerung sondern Leistungserhalt. Du reduzierst ein wenig, d.h. die großen Anstrengungen zur Steigerung fallen heraus, aber du reitest immer wieder auf erreichtem Bestniveau, z.B. einmal die Woche, machst den Rest der Woche aber leichtere Arbeit. Entweder häufig leichtere Arbeit oder seltener schwerere Arbeit.“
(Reitlehre 1957 von Gregor von Romaszkan)


Hitzeregulierung

Gerade bei Robustpferden mit dicker Haut und dickem Fell kommt der Hitzeregulierung eine besondere Bedeutung zu. Unter Umständen ist sie sogar der limitierende Faktor, wenn es um besondere Ausdauerleistungen geht.
Muskelarbeit erzeugt als Nebenprodukt Wärme, die den Körper erwärmt und wieder abgeleitet wird. Um eine Überhitzung und damit Kreislaufprobleme bis zum Kollaps zu vermeiden, stehen dem Organismus verschiedene Mechanismen der Thermoregulierung zur Verfügung.

a) Schwitzen
Als Reaktion auf die Erhitzung seines Körpers fängt das Pferd zu schwitzen an. Wenn das Wasser im Schweiß verdunstet, entsteht die sogenannte Verdunstungskälte, die wiederum der Kühlung des Organismus dient. Rund 60% der Kühlleistung findet auf diesem Weg statt. Die Effektivität dieses Mechanismus hängt vor allem vom herrschenden Wetter ab. Bei heißem (aber auch kaltem), trockenem Wetter funktioniert er am besten, bei feuchtem am schlechtesten. Hier ist die Luft schon feuchtigkeitsgesättigt und kann kein zusätzliches Wasser mehr aufnehmen. So kann es passieren, dass ein Pferd bei heißem aber trockenem Wetter weniger erhitzt ist als bei kühlem aber feuchtem. Schwitzen ist gesund und kann durchaus ein Zeichen von guter Fitness sein. Mit fortschreitendem Training werden nämlich auch mehr Schweißdrüsen ausgebildet für höhere Kapazitäten in der Thermoregulierung.

b) Atmung
Beim Ausatmen wird nicht nur Kohlendioxid ausgeschieden sondern auch Wärme. Die erhitzte Atemluft wird ausgeschieden und durch kühle frische Luft beim Einatmen ausgetauscht, die den Körper wiederum kühlt. Dieser Mechanismus deckt rund 33% der Kühlleistung ab. Ein Bedarf an Kühlung zeigt sich durch eine beschleunigte Atmung. Diese hohe Atemfrequenz ist Islandpferdereitern und Hundebesitzern bekannt als das Hecheln (die allermeisten Pferderassen kennen das nicht!). Hecheln ist nicht zu verwechseln mit Außer-Atem-Sein. Es dient der Unterstützung des Kühlsystems, gerade wenn es aufgrund von Haut- und Felldicke zusätzliche Kapazitäten braucht.

c) Wärmestrahlung
Radiation ist die Abgabe von Körperwärme über die Oberfläche. Hier spielt die Differenz zur Außentemperatur ein Rolle. Niedrige Grade und flotter „Fahrtwind“ sind hilfreich. Dichtes Fell, dicke Haut und eine Fettschicht behindern die Abgabe. Aus diesem Grund hilft eine Schur vor allem an Brust und Hals.

d) Wärmekonvektion
Erwärmtes Blut wird über die Venen in die Kapillaren an der Oberfläche geführt, dort abgekühlt und wieder ins Innere zurückgeführt. Auch diese Form der Kühlung funktioniert besonders gut bei Rassen mit dünner Haut. Man kennt die Bilder z.B. von Vollblütern im Sport, deren Haut sichtbar von Blutgefäßen durchzogen ist. Bei Isländern wiederum gibt es diesen Anblick nicht, weshalb ihnen diese Form der Kühlung in geringerem Maße zu Verfügung steht.

e) Wärmeleitung
Bei diesem System der Hitzeregulierung sorgt der Kontakt der warmen Körperoberfläche mit kalter Materie für Abkühlung. Die gängigsten Methoden sind Eisbandagen und das Abwaschen mit kaltem Wasser.

Anzeichen der Überhitzung sind Erschöpfung, gleichbleibend hoher Puls und Temperatur über 40 Grad.

Man kann mit Training die Kapazität der Thermoregulierung verbessern:

Abbau von Fett als Isolierschicht
Ausbau des Herz-Kreislauf-Systems, dadurch effektiverer Abtransport von Wärme über die Blutgefäße
Ausbau des aeroben Systems, Energiegewinnung durch Fettverbrennung produziert weniger Wärme,
Aufbau von Muskeln, effizientere Energienutzung und weniger Abwärme
Reiten in konstantem Tempo fördert tiefes, regelmäßiges Ein- und Ausatmen und damit den Wärmeaustausch
Ausdauertraining fördert die Bildung zusätzlicher Schweißdrüsen für die Verdunstungskühlung

Als Reiter kann man seinem Pferd helfen sich abzukühlen, indem man es führt, weil in der Bewegung sämtliche Prozesse des Wärmeabtransports besser funktionieren. In Ruhe kommt es zu dem sogenannten Nachschwitzen: der Wärmeabtransport aus dem Inneren verlangsamt sich, und dem Pferd wird es wieder heißer. Kompensiert wird das Ganze durch vermehrtes Schwitzen.

Eine äußerst effektive Unterstützung ist das Kühlen durch Abspritzen oder kalte Wassergüsse.  Wichtig ist, dass man das im Kontakt mit dem Pferd erhitzte Wasser immer wieder entfernt.

Eine Ausdauerleistung ist demnach eng verbunden mit den Möglichkeiten der Hitzeregulierung. Islandpferde können im Distanzsport zwar mühelos die gleichen Strecken gehen wie arabische Pferde, aber in deutlich langsamerem Tempo. Das liegt nicht daran, dass sie nicht so schnell flitzen können, sondern dass sie sich nicht so schnell abkühlen können.


Quellen

Nancy Loving, Go the Distance, 1997
Dressur Studien, Kondition, 03/13
Bernd Springorum, Hinweise zum Konditionstraining der Militarypferde, 1986
Gregor von Romaszkan, Reiten Lernen, 1957

"Livio Fruci gewinnt acht Mal Gold"

Der Anzeiger Oberfreiamt erstellte einen Bericht über Livio Fruci, welcher an den Schweizermeisterschaften 2019 in Brunnadern auf dem Reithof Neckertal acht Junioren Titel gewonnen hat. Hier gelangt ihr zum Artikel. Herzliche Gratulation!

 

"Die Beste des Landes"

Nach der Auszeichnung "Reiter des Jahres" an der Generalversammlung wurde ein Bericht über Silvia Ochsenreiter-Egli im Westallgäuer veröffentlicht. Hier gelangt Ihr zum Artikel:

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Westallgäuer Bericht Silvia Ochsenreiter-Egli
2019-04-06_Der_Westallgaeuer_Die_Beste_d
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FEIF Riding Horse Profile

Das FEIF Riding Horse Profile

Die FEIF hat ein Tool entwickelt, das Freizeitreitern dabei hilft, das perfekte Pferd zu finden. Dazu gibt es auch ein YouTube Video.

 

 

Dieses Tool versucht, die Eigenschaften zu identifizieren, die ein Pferd benötigt, um zu dem Reiter zu passen und somit die negativen Folgen einer nicht passenden Pferd-Reiter Kombination zu verhindern, was sowohl dem Käufer/Reiter als auch dem Pferd zugute kommt.

Das FEIF Riding Horse Profile stellt eine neutrale Beschreibung und Bewertung des Charakters und des Verhaltens eines Pferdes sowie der Bedürfnisse des Käufers/Reiters dar. Der Prozess erkennt, dass jeder Reiter und jedes Pferd mit seinem eigenen Charakter und seinen besonderen Eigenschaften einzigartig ist. Ein Pferd, das für den einen eine völlig falsche Wahl sein kann, ist möglicherweise die perfekte Ergänzung für einen anderen.

Das FEIF Riding Horse Profile gibt keine Bewertungen ab, sondern erstellt eine neutrale, beschreibende Momentaufnahme des Käufers/Reiters und des Pferdes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

 

So verwenden Sie das Riding Hose Profile

Das FEIF Riding Horse Profile besteht aus zwei Formularen, die vom Käufer/Reiter in Zusammenarbeit mit professionellen Trainern ausgefüllt werden. Die Fragen sollen Käufer/Reiter und Trainer auf das für ihn bestmögliche Pferd hinweisen.

Der Käufer/Reiter füllt das Reiter Formular aus und beschreibt sein ideales Reitpferd. Dieser Prozess konzentriert den Käufer/Reiter auf die Hauptmerkmale und Informationen, die sein Traumpferd haben sollte. Insbesondere gibt es Fragen zum gewünschten Verhalten, zu allgemeinen Merkmalen, zu Willigkeit, zum Ausbildungsstand, zu Fähigkeiten und zu den Gängen. Beim ersten Formular geht es um den Käufer/Reiter - unabhängig von der Betrachtung eines bestimmten Pferdes. Die Informationen auf diesem Formular können mit jedem Pferd abgeglichen werden, sofern die Antworten aktuell und richtig sind.

 

Der zweite Teil des FEIF Riding Horse Profile, das Trainer Formular, wird in Zusammenarbeit mit einem professionellen Trainer ausgefüllt und ist auf ein bestimmtes Pferd ausgerichtet. Der Trainer notiert darauf Beobachtungen über das Pferd vom Boden aus und über das Reiten des Pferdes. Der Trainer beobachtet das Pferd, wie es auf das Reiten vorbereitet und wie aufgesessen wird, es wird drinnen und draußen geritten sowie in vielen ungewöhnlichen Situationen. Die Liste der ungewöhnlichen Situationen beinhaltet Begegnungen mit Hunden, Fahrrädern, anderen Pferden, Autos, etc. Je mehr von diesen Situationen, desto besser kann es eingeschätzt werden. Beim Ausreiten kann der Trainer die Reaktion des Pferdes näher beobachten und an einer Gruppe von Pferden vorbei reiten.

 

Der Reiter/Käufer und der Trainer arbeiten zusammen um die Informationen von den beiden Formularen zu vergleichen und einen guten Match zwischen Pferd und Reiter zu finden. Der Prozess identifiziert auch Bereiche, in denen das Pferd, der Reiter oder die Kombination aus beiden, nach dem Kauf eine zusätzliche Ausbildung benötigen.

 

Zu beachten

Das FEIF Horse Riding Horse Profile wurde aus Material mehrerer FEIF-Mitgliedsländer in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen in Island entwickelt. Es ist wichtig zu betonen, dass das FEIF Riding Horse Profile eine Momentaufnahme von Pferd und Reiter zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Ergebnisse mit der Zeit, mit verschiedenen Reitern oder mit anderen Umständen reproduzierbar sind.

 

Verwendungsmöglichkeiten des FEIF Riding Horse Profile

  • Ein Trainer definiert zusammen mit einem Schüler die wichtigen Punkte/Bereiche, indem er das „Reiterformular“ verwendet.
  • Ein Verkäufer kann einen Trainer bitten, ein „Trainer-Formular“ zu erstellen, um eine professionelle, neutrale Beschreibung des Pferdes zu erhalten.
  • Ein Hengsthalter kann einen Trainer bitten, ein „Trainer-Formular“ zu erstellen, um eine professionelle, neutrale Beschreibung des Hengstes mit Personen zu teilen, die daran interessiert sind, den Hengst für ihre Zucht zu verwenden.
  • Ein Käufer kann nach einem „Trainer-Formular“ fragen, um vor dem Kauf eine neutrale Beschreibung eines Pferdes zu erhalten.
  • Käufer von Pferden werden dazu aufgefordert, die Suche nach ihrem Traumpferd mithilfe des "Reiter-Formular" zu fokussieren.

Text: Viviane Erne

Dieser Text wurde sinngemäss aus dem englischen übersetzt, den Original-Text findet ihr direkt auf der FEIF Homepage.

 

 

So viele Islandpferde leben in der Schweiz

Uns sind die Vorzüge der nordischen Pferderasse durchaus bekannt, weshalb es uns natürlich nicht verwundert, dass Islandpferde am 6. Häufigsten in der Schweiz anzutreffen ist. Übertrumpft wird die isländische Population vor allem von den Schweizer Pferderassen. 

Gemäss TVD Statistik waren im Juli 2018 113'765 lebende Pferde und Ponys in der Schweiz registriert. Die Zahl ist etwas mit Vorsicht zu geniessen, da die Datenqualität natürlich vom Erfasser (also von uns) abhängt. Die Zahlen vom Bundesamt für Statistik, welche ihre Daten wiederum vom Kantonalen Landwirtschaftsamt erhalten, weichen stets um ein paar Tausend Pferde ab. Hier die aktuellste TVD Bestenliste vom Juli 2018:

 

19'872 Freiberger (18%)

12'431 Schweizer Warmblut (11%)

9'766 Eselrassen (9%)

7'265 Shetlandpony (7%)

4'586 Pony (4%)

4'480 Islandpferde (4%)

 

Kantonal verteilen sich die Islandpferde hauptsächlich auf die Kantone Zürich (968), Aargau (733), Bern (647) und Graubünden (590). Wobei Graubünden auffallend weniger Islandpferde in den Wintermonaten verzeichnet. Das könnte allenfalls ein Indiz auf die Sommerferien von Islandpferden im erholsamen Bündnerland sein. Immerhin leben im Juli regelmässig um die 150 Islandpferde mehr im Bergkanton als im Januar. Übrigens besteht der durchschnittliche sommerliche Saisonzuwachs an Pferden im Bünderland zu 30% aus Islandpferden. Bergurlaub scheint also allen voran den Islandpferden gegönnt.  

 

Ein armer isländischer Tropf lebt ganz alleine im Kanton Appenzell Innerrhoden. Möglicherweise liegt die Weide seiner Kumpels aber direkt an der Kantonsgrenze. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden zählt immerhin zwei Islandpferde. So hat der einsame Nordländer hoffentlich wenigstens Sichtkontakt zu seinen "Landsleuten".

 

Die ganze Statistik ist unter folgendem Link zu finden. 

 

Keine Videos vom Landsmót

Wer sich jüngst fragte, weshalb denn in den sozialen Medien so wenige Videosequenzen vom vergangenen Landsmót zu sehen waren, bekommt die ernüchternde Antwort; es war schlicht verboten. 

Quelle: Iceland Review

 

Das diesjährige Landmót habe mit einem Paukenschlag der anderen Art begonnen, berichtete das Online Magazin Iceland Review anfang Juli. Die Veranstaltungsleitung habe allen Gästen, welche Videos von Prüfungen aufnehmen und ins Netz stellen, mit möglichen Anzeigen und Geldstrafen gedroht. Weiterlesen auf Iceland Review

 

 

Studie: Kontrolle über Reproduktion

Der weibliche Organismus redet mit und entscheidet, ob er eine Trächtigkeit respektive Schwangerschaft aufrechterhält oder nicht. Dies tut er nicht nur mittels Partnerwahl, sondern auch noch nach der Befruchtung. Die Signale hierzu hängen mit dem MHC (Major Histocompatibility Complex) des Partners zusammen. 

Quelle: Agroscope

 

Diese neuen Resultate wurden erstmals in einer Forschungszusammenarbeit zwischen den Universitäten Bern, Lausanne und Hannover sowie dem Schweizer Nationalgestüt von Agroscope im Studium der Fruchtbarkeit bei Pferden gefunden und nun in der renommierteren Zeitschrift «Royal Society journal Proceedings B» veröffentlicht.  

 

Sehr viele Trächtigkeiten respektive Schwangerschaften enden mit einem Spontan-Abort, vor allem im Zeitraum zwischen Befruchtung der Eizelle und dem Erkennen einer Schwangerschaft. Beim Menschen reichen die Schätzungen von etwa 20 bis 70% der befruchteten Eizellen und frühen Embryonen, die in dieser Zeit spontan zu Grunde gehen. Natürlich sind genetische Probleme des frühen Embryos oder gesundheitliche Probleme der Mutter wahrscheinliche Erklärungen für viele diese Verluste. Es wäre aber auch möglich, dass der mütterliche Organismus je nach sozialer Situation eine Trächtigkeit zulässt oder nicht. Eine Hypothese wäre dann zum Beispiel, dass Embryonen von bevorzugten Vätern eher vom mütterlichen Organismus angenommen werden als Embryonen von nicht bevorzugten Vätern.  

 

Es ist nicht leicht vorauszusagen, welcher männliche Partner vom weiblichen Organismus als «bevorzugter Vater» wahrgenommen wird. Das Forschungsteam hat sich deshalb auf die sogenannten «MHC»-Gene konzentriert (MHC = Major Histocompatibility Complex). Diese Gene spielen einerseits eine wichtige Rolle im Immunsystem und können andererseits Körpergerüche von Wirbeltieren beeinflussen. In verschiedenen experimentellen Studien an Menschen, Mäusen, Pferden und anderen Wirbeltieren zeigte sich, dass Körpergerüche von MHC-unähnlichen Typen generell bevorzugt werden. Diese Geruchsvorlieben scheinen eine bunte Mischung von MHC-Genen in der Nachkommenschaft anzustreben. Tatsächlich findet sich  in menschlichen Populationen eine überzufällig hohe Durchmischung von MHC-Genen. Wenn MHC-Gene nicht nur die Partnerwahl, sondern auch die Fertilität beeinflussen, kann ausserdem erwartet werden, dass Paare mit ähnlichen MHC-Typen länger brauchen, bis sie eine erfolgreiche Schwangerschaft erleben, als Paare mit unähnlichen MHC-Typen. Auch diese Voraussage konnte bereits bestätigt werden. Bei den Hutterern, einer Glaubensgemeinschaft, bei der Verhütung verpönt ist, dauert die Zeit zwischen zwei Geburten länger, je ähnlicher sich Mann und Frau in ihren MHC-Typen sind. Solche ersten Beobachtungen sind aber noch nicht beweiskräftig. Dazu brauchte es ein streng kontrolliertes Experiment. Ein solches wurde in einer Forschungsarbeit mit Pferden durchgeführt – in Kollaboration zwischen den Universitäten Bern, Lausanne und Hannover (D) sowie dem Schweizer Nationalgestüt von Agroscope in Avenches.  

 

«Wir nutzten für unser Experiment den Umstand aus, dass Stuten zur Besamung ins Nationalgestüt gebracht werden und diese dann neben einem der Hengste des Gestüts im gleichen Stall gehalten werden», erklärt der Studienleiter Dominik Burger vom Institut suisse de médecine équine ISME. Dieser «Stimulus»-Hengst war entweder MHC-unähnlich oder MHC-ähnlich für diese Stute, d.h. Hengst und Stute hatten kein oder mindestens ein MHC-Antigen gemeinsam. Die Besamung der Stute fand dann wie in der Pferdezucht üblich mit Sperma eines anderen Hengstes, gewählt durch den Besitzer der Stute, statt. Die Stute hatte also keinen sozialen Kontakt zum Vater ihres Embryos. «Wenn ihr Organismus nun davon ausging, dass der Stimulus-Hengst der Vater des Embryos ist, und wenn MHC-abhängige Gerüche tatsächlich die Fruchtbarkeit erhöhen, so erwarten wir höhere Trächtigkeitsraten bei Stuten, die einem MHC-unähnlichem Hengst ausgesetzt waren, als bei Stuten, die neben einem MHC-ähnlichem Hengst gehalten wurden. Wir haben die Reaktionen von 191 Stuten getestet und fanden, dass MHC-abhängige soziale Reize zum Zeitpunkt der Ovulation tatsächlich die Trächtigkeit beeinflussen.» Die Trächtigkeits-Erfolgsrate bei Stuten, die einem MHC-unähnlichen Stimulus-Hengst ausgesetzt waren, war im Mittel etwa 20% höher als bei Stuten, die bei einem MHC-ähnlichen Hengst standen.  

 

Dominik Burger (ISME Universität Bern und Agroscope) und Claus Wedekind (Universität Lausanne) ergänzen: «Wir folgern aus unseren Ergebnissen, dass der weibliche Organismus auf mindestens zwei Ebenen eine signifikante Kontrolle über die Reproduktion ausübt, nämlich einerseits über die Partnerwahl, und andererseits über eine spontane Resorption des sehr frühen Embryos, noch bevor eine Trächtigkeit/ Schwangerschaft überhaupt erkannt wird. Wir haben mit unserem Experiment bei Pferden eine Hypothese geprüft, die generell für Wirbeltiere mit interner Befruchtung gelten sollte.» Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese mütterliche Kontrolle über die Reproduktion auch bei vielen anderen Säugetieren besteht – inklusive dem Menschen.

Tierschutz Kampagne «Pferde raus!»

Gäbe man Pferden eine Wahl, würden sie sich für eine Haltung in der Gruppe, mit freiem Auslauf und Weide entscheiden. In der Schweiz lebt jedoch die Mehrheit der Pferde oft 23 Stunden täglich in beengten Einzelboxen im Stall. Dies gilt insbesondere für wertvolle Sportpferde und sogenannte «Schulpferde» in Reitschulen. 

Quelle: Schweizer Tierschutz STS

 

Mit der landesweiten Kampagne «Pferde raus!» will der Schweizer Tierschutz STS jedem Pferd in der Schweiz regelmässigen Auslauf und Weidegang verschaffen.

 

In den vergangenen Monaten recherchierte der Schweizer Tierschutz STS die Haltungs-bedingungen in Schweizer Pferdebetrieben. Die Schlussfolgerung: Es sind oftmals wertvolle Sportpferde und viele Reitschulpferde, die ein schweres Los gezogen haben - sie stehen häufig zwischen 20 und 23 Stunden pro Tag alleine im Stall in einer beengten Box.

Pferdewohl fördern

Pferde sind Herden- und Bewegungstiere. Der Schweizer Tierschutz STS fordert und fördert deshalb seit vielen Jahren regelmässigen Auslauf, Weidegang und Sozialkontakt für alle Pferde. Das seit 2011 bestehende, vom STS-Kontrolldienst überwachte STS-Pferdelabel zeichnet Betriebe aus, die ihre Pferde Tag und Nacht in Gruppen halten und ihnen freien Auslauf und Weidegang gewähren - mit fachgemässen Management und Pferdeverstand.

 

Aber nicht jeder Betrieb kann oder will für alle Pferde eine Gruppenhaltung im Stall realisieren. Um unabhängig vom Stallsystem (Gruppen- oder Einzelhaltung) allen Pferden in der Schweiz wenigstens möglichst viel freie Bewegung mit Auslauf und Weidegang zu ermöglichen, lanciert der STS nun die landesweite Kampagne «Pferde raus!». Hier können auch Höfe teilnehmen, die ihre Pferde in Einzelboxen halten. Voraussetzung ist jedoch der tägliche Auslauf in der Gruppe, wenn immer realisierbar auf einer Weide, ansonsten auf einem Allwetterauslaufplatz. Wer diese Verpflichtung gegenüber seinen Pferden eingeht, wird zum «Botschafter» für eine artgerechte Pferdehaltung, erhält vom Schweizer Tierschutz STS eine Urkunde und wird als «pferdefreundlich» anerkannt und gelistet.

 

Gewichtige Unterstützung

Die neue Tierschutzkampagne erhält Unterstützung u.a. vom Pferde-Refugium «Le Refuge de Darwyn», vom Verband Schweizerischer Pferdezuchtorganisationen VSP und von der Firma Hauptner. Und - last, but not least - stellt sich Zirkusdirektor Fredy Knie jun. in den Dienst dieser guten Sache

 

Mehr Information

Kampagne «Pferde raus!» online unter www.tierschutz.com/pferde/raus

 

Für Rückfragen

Sandra Schaefler, dipl. Zoologin, Fachstelle Heimtiere | Pferde Schweizer Tierschutz STS

Telefon 079 195 79 74, sandra.schaefler@tierschutz.com

 

 

Hebelgebisse wieder im Fokus

Das jährliche Treffen des Sportkommittees der FEIF hat anfang Februar 2018 stattgefunden. Die Protokolle werden jeweils auf der FEIF Homepage veröffentlicht. Wieder einmal sorgen Hebelgebisse, allen voran die Islandkandare mit Zungenfreiheit, für Diskussionsstoff. 

Die FEIF kam im November 2017 zum Schluss, dass sie keinen direkten Zusammenhang zwischen Maulverletzungen und Hebelgebissen feststellen konnten und hoben das Verbot weitgehend wieder auf (siehe Blog Beitrag). Die Rede ist vor allem von Islandkandaren mit Zungenfreiheit, welche die FEIF noch vor wenigen Jahren verboten hatte. Die kurze Info wurde irgendwo auf der Homepage versteckt, kaum zu finden. Dank dem offenen Brief von Mette Manseth (Brief von Mette Manseth) an die FEIF, ging dann doch eine Welle der Entrüstung durch die Islandpferdewelt oder zumindest durch Teile der Islandpferdewelt.

 

Entscheidungsgrundlage angezweifelt

Die Vertreter von Deutschland haben am jährlichen Treffen des Sportkommittees darum gebeten, die Entscheidung der FEIF vom November 2017 zu überdenken. Unter anderem, weil es keine neuen Ergebnisse oder Messungen gab und den Richtern der FEIF Mitgliedsländer keine Informationen zu diesem Thema zur Verfügung gestellt wurden. Zudem hat Deutschland seine Kooperation und Unterstützung zu weiteren Studien angeboten. Der Antrag wurde abgelehnt

 

Das Wohl des Pferdes

Vertetreter aus Island haben in diesem Zusammenhang aufgebracht, dass solche Entscheidungen auf der Grundlage von Forschungsergebnissen getroffen werden sollten. Das Wohlergehen des Pferdes müsse an erster Stelle stehen. Gemäss Protokoll haben die Isländer das Kommittee aufgefordert, die Studie von 2012 zu lesen. Die Studie ist unter diesem Link einsehbar (nur in englisch verfügbar). Die FEIF hatte diese Studienergebnisse bereits vorher schon als nicht ausreichend bezeichnet. Die Isländer haben weiters aufgezeigt, dass das Isländische Tierschutzgesetz jegliche Hebelgebisse mit Zungenfreiheit bei Turnieren und Shows verbiete. Island beantragte, dass alle Hebelgebisse mit Zungenfreiheit verboten werden. Der Antrag wurde ebenfalls abgelehnt.

 

Isländische Studie zu Maulverletzung an Sportturnieren 

Insgesamt wurden Daten von 424 Turnierpferden am Landsmót und íslandsmót gesammelt. Im Ergebnis brachte die Studie hervor, dass Läsionen im Pferdemaul, verursacht durch Gebisse, ein generelles Problem im Islandpferdesport darstellen. 36% der Studienpferde wiesen bereits vor der ersten Prüfung leichte Verletzungen im Pferdemaul auf, vor allem im Bereich der Lippen und Mundschleimhäute. Die gefundenen Verletzungen im Backenbereich würden häufig auf ein chronisches Geschehen (Verhornung) hindeuten. Bei zweiunddreissig Pferden (7.5%) wurden bei der ersten Untersuchung schwere Verletzungen wie Läsionen, Geschwüre, Ödeme, Kochenhautentzündungen oder sogar Verformungen des Knochens festgestellt.

 

Die Art des Gebisses beeinflusse die Art und den Schweregrad der Verletzungen. Das Risiko von Verletzungen im Bereich des Unterkiefers steige entscheidend bei der Verwendung von Hebelgebissen mit Zungenfreiheit. Die meisten dieser Verletzungen wurden dann auch als schwer eingestuft. Weiters sei aber auch ein Zusammenhang zwischen Läsionen im Pferdemaul und der Verwendung von Trensengebissen vorhanden, was frühere Berichte bestätigen würden. 

 

Wiederholte Mauluntersuchungen zeigten, dass mit einer Ausnahme sämtliche Pferde, die auf Hebelgebiss mit Zungenfreiheit geritten wurden, am letzten Prüfungstag Verletzungen im Bereich der Laden hatten. Das Problem mit der sogenannten Zungenfreiheit ist eigentlich hinlänglich bekannt. Das Gebiss entlastet entgegen der Vermutung eben nicht die Zunge, sondern drückt in erster Linie auf die wahnsinnig empfindlichen Laden. Zu diesem Schluss sind auch schon andere, disziplin-unabhängige Studien von tiermedizinischen Fakultäten gekommen. 

 

Gedanken zu Gebissen im Allgemeinen

Auch wir vom IPV CH Kommunikationsteam haben immer mal wieder über Gebisse und auch Hebelgebisse im Speziellen berichtet, im Magazin und hier im Blog. Die Schärfe eines jeden Gebisses und auch gebisslosen Zaumes liegt zweifellos in den Händen des Reiters. Ob einem Pferd durch Training und Reitweise Schmerzen oder gar Verletzungen zugefügt werden oder nicht, hat nicht kausal zwangsläufig mit dem verwendeten Equipment zu tun. Galopprennpferden werden mit einfachen Reitgerten erhebliche Verletzungen in der Muskulatur zugefügt. Die Nutzung einer Reitgerte wird deswegen aber nicht grundsätzlich angezweifelt. Die Kandare mit "Zungenfreiheit" scheint hier aber, aufgrund physischer und physikalischer Gegebenheiten, tatsächlich eine der Ausnahmen zu sein. Und im Zweifelsfall verwendet der mit gesundem Verstand gesegnete Reiter doch bitte kein Equipment, welches potentiell schmerzhafte Verletzungen verursacht. 

 

Ob mit irgendeinem Gebiss verhältnismässig öfter Verletzungen zugeführt werden oder nicht, sollte indes nicht als einzige Entscheidungsvariable herangezogen werden, da ist dem FEIF Sportausschuss durchaus beizupflichten (Antwort der FEIF auf den Brief von Mette Manseth). Die ewigen Diskussionen um "empirische" Forschungsergebnisse und deren Aussagekraft ist ermüdend und bringt uns nicht weiter. In Bezug auf Hebelgebisse, gleich welcher Art, könnte aber durchaus die Frage gestellt werden, weshalb ein (Profi-) Reiter auf einer eingezäunten Ovalbahn die physikalische Kraft eines Hebels benötigt, um ein Kleinpferd unter Kontrolle zu halten. Wenn, aus welchem Grund auch immer und in welcher Art auch immer, Gewalt angewendet, dem Tier Schmerzen zugefügt und dies dann auch noch mit hohen Noten belohnt wird, läuft etwas gewaltig schief. Im Interesse des Pferdes ist das ganz sicher nicht. Nicht jede Verletzung, schon gar nicht die im Maul, ist offensichtlich erkennbar. Bei manchen Fällen benötigt es schon Experten dazu. Aber die "unschönen" Ritte erkennt man durchaus auch von aussen, wenn man denn will. 

 

Wie in so vielen Bereichen des Lebens hält der zahlende Konsument (Reitschüler, Pferdekäufer, Pferdebesitzer, Züchter...) die Macht in seinen Händen. Wer mit Ehrungen, Jubel und vor allem Konsum (Reitstunden, Pferdekauf, Beritt...) unterstützt und in seinem Tun bekräftigt wird, liegt weder in den Händen der FEIF, noch irgendwelcher Reglemente. Diese Verantwortung tragen wir alle. Diesen Beitrag leisten wir alle, tagtäglich, bewusst oder unbewusst. 

FEIF: Änderungen im Sport-Regelwerk

Per 01. April 2018 treten einige Anpassungen im Sport-Regelwerk der FEIF in Kraft. Betroffen sind allgemeine Regeln betreffend Ausrüstung, sowie spezifische, prüfungsbezogene Regelsets. 

Quelle: www.feif.org

 

Link zum Dokumenten (englisch) Changes in Sport Rules

Landsmót 2018 - searching for volunteers

Landsmót 2018 is searching for helpful volunteers for various jobs during the tournament held in Reykjavík 1-8. July. The team is looking for people with enthusiasm and a positive mind, people who are willing to help them make Landsmót 2018 the greatest yet!

Text: Hilda Karen Garðarsdóttir (Landsmót press manager)

 

Landsmót is one of the biggest sports events held in Iceland and for everything to run smoothly it requires many efficient hands. Landsmót will be held at the show grounds of Fákur horse club in Reykjavík where we will raise an entire village for a week dedicated to the Icelandic horse.

We offer you:

- Free of charge entrance to Landsmót.

- Free of charge meals while working.

- Merch labeled Landsmót 2018

- If our chief of staff thinks you have done a good job you will be able to get recommendations from us, if requested.

- Volunteers can camp in a secluded, quiet area with access to toilets in a short walking distance from the competition area.

 

Our conditions are:

- That you have a burning enthusiasm for your work and that you will be able to enjoy yourself, while working for Landsmót.

- That you are 18 years or older.

- Speak fluent English.

- You must be prepared to take on various jobs, given to you by the volunteer’s team leader.

- The minimum work is 3 x 6 hours shifts during Landsmót. That means that you have to work at least 18 hours during the Landsmót week.

- You will have to attend an information meeting where you will be told about the work and the schedule during the event. The volunteer’s team leader will decide how the shifts will be dealt out.

 

There is always room for helpful hands and if you are interested in joining us and if you fulfill the conditions above we welcome you to our team. Please apply to the volunteer’s work through this email address: thelma@landsmot.is. Any further questions about the volunteering can be sent to this mail as well.

 

Further information can be found on the Landsmót web

 

See you at Landsmót 2018!

FEIF Youth Country of the year 2017

Every year FEIF invites member countries to submit a report on all activities, and innovative initiatives in the field of youth work. The Award 'FEIF Youth Country of the year 2017' went to Denmark. They set themselves (!) up early in 2017, when there was practically no infrastructure for youth work.

Quelle: FEIF

 

After the seed of a new determination to do something for the young Danish riders had been planted in the minds of a small group of Danish participants at the FEIF young Leaders' seminar in 2016, Sweden there was no stopping them.

 

Within their first year of existence, the newly formed working group had organised the Danish Youth Cup, a week-long event involving 48 riders trainers, judges and (!) large numbers of competent and eager volunteers. Speaking the language of today's teenagers, they now have an inspiring Instagram account with goes to a different horse professional every month, offering a glimpse into the lives of our role models. And most importantly, a sense of community, of purpose and of vision has been created from the sheer will power, enthusiasm and pragmatism of the young people involved.

 

Congratulations Denmark. No stopping you now!!!

 

FEIF Youth Country Report

 

Rechtslage beim Transport von Pferden

SVPS: Im Tierschutz- und Strassenverkehrsrecht wird grundsätzlich zwischen privaten und gewerbsmässigen Tiertransporten unterschieden.Beim Befördern von Pferden ist diese Trennung jedoch nicht immer ganz eindeutig. Hier schafft der Gesetzgeber nun Klarheit.

Quelle: Schweizerischer Verband für Pferdesport

 

Wer Pferde transportiert, muss gewisse tierschutz- und strassenverkehrsrechtliche Auflagen erfüllen, um das Wohlergehen der Tiere und die Sicherheit auf der Strasse zu gewährleisten. Darüber hinaus muss, wer als Haupt- oder Nebentätigkeit Pferde von A nach B fährt, den Nachweis erbringen, dass er oder sie über die entsprechenden Fachkompetenzen verfügt, und braucht für sein Transportfahrzeug allenfalls sogar eine Zulassungsbewilligung. Das geht mich als Privatperson nichts an? Ganz so einfach ist es nicht!

 

Weiterlesen unter folgendem Link: www.fnch.ch

WorldFengur - Update Zuchtwerte

Die neue Zuchtwertschätzung für insgesamt 413'848 Pferde ist seit Oktober 2017 up to date. Die Zuchtwerte basieren auf 39'311 Zuchtbeurteilungen aus den Ländern Island (70%), Schweden (9.6%), Deutschland (7.45%), Dänemark, Norwegen, Österreich, Finnland, Holland, USA, Kanada, Schweiz und Grossbrittanien.

Quelle: WorldFengur

 

Die Anzahl der Zuchtbeurteilungen setzt sich nach Ländern und gemäss WorldFengur wie folgt zusammen:

 

Island: 27'638

Schweden: 3'772

Deutschland: 2'926

Dänemark: 2'703

Norwegen: 1'066

Österreich: 270

Finnland: 266

Holland: 246

USA: 194

Kanada: 112

Schweiz: 80

Grossbrittanien: 38

 

Aufgrund der Berechnung der neuesten BLUP-Werte wurde auch das virtuelle Paarungsprogramm von WorldFengur aktualisiert. Es gab eine Lücke zwischen dem Upload des neuen BLUP und dem Update des virtuellen Paarungsprogramms, sodass WF-Benutzer, die die virtuelle Paarungsoption in diesem Zeitraum nutzten, Diskrepanzen bemerkt haben könnten. Diese sollten jetzt weg sein, so WorldFengur. 

 

Alle IPVCH-Mitglieder bekommen auf Anfrage einen Gratiszugang zu WorldFengur

Die Sache mit dem Hanf

In letzter Zeit erfreut sich nicht nur der menschliche Konsum von (fast) THC-freiem Hanf wachsender Beliebtheit. Auch die Fütterung von Hanf oder Hanfderivaten an Pferde liegt voll im Trend. Dies ist nur verständlich, verfügt der sogenannte Nutzhanf resp. das daraus gewonnene Hanfnüsschen über eine Reihe interessanter Inhaltsstoffe. Doch wie sieht die Gesetzeslage aus?

Hanf ist eine uralte Kulturpflanze, die in China schon vor über 10'000 Jahren genutzt wurde. Speziell das aus den Hanfnüssen (Samen) gewonnene Hanföl ist in der gesunden Küche für Salatdressings bekannt. "Ihre Chance, gesund und munter 100 Jahre alt zu werden, erhöht sich offenbar enorm, wenn Sie regelmässig Hanfsamen essen.", so beginnt etwa der Beitrag über Hanf vom "Zentrum für Gesundheit". [1] Googelt man das Hanfnüsschen, ist gar die Rede vom nächsten Superfood. Denn im Hanfnüsschen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Es handelt sich also um kleine Kraftpakete. Zudem überzeugen sie mit hohen Anteilen an Vitamin B1, B3, B6 und E, Eisen, Magnesium, Zink sowie den gesunden Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die im idealen 3:1 Verhältnis stehen. Wer sich für eine detaillierte Auflistung der Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe in der Hanfnuss interessiert und für wen oder was diese gut sind, findet nützliche Informationen im Artikel von Herrn Neumann auf der Homepage www.tiergewuerze.de.

Rechtliche Lage in der Schweiz

Obwohl es sich bei diesem Futtermittel nicht um den indischen Hanf (Cannabis indica), sondern um den Nutzhanf (Cannabis sativa) handelt, der über eine verschwindend geringe Menge an THC (Tetrahydrocannabinol) verfügt, stellt sich wohl Frage, ob die Verfütterung an Nutztiere dennoch erlaubt ist.

 

Im Jahresbericht 2016 der amtlichen Futtermittelkontrolle wird erwähnt, "dass ein Unternehmen Hanf für Pferde in Verkehr brachte. Da Pferde gemäss Futtermittel-Verordnung FMV Nutztiere sind, ist dieses Geschäft gemäss Anhang 4.1 der Futtermittelbuch-Verordnung FMBV verboten. Das Unternehmen musste dieses Handel einstellen und sich registrieren lassen. Dies führte sogar zu einer Strafanzeige." [2]

 

Aus der Medienmitteilung des Bundesrates vom 19.02.2007 ist folgenden Passus zu entnehmen: "Der Grund für die Einführung dieser Bestimmungen ist, dass Tetrahydrocannabinol (THC), die rauschbildende Substanz in Hanf, bei der Verfütterung an Milchkühe vom Futter in die Milch übergeht. Unter dem Blickwinkel des Gesundheitsschutzes kann dies nicht hingenommen werden, insbesondere wenn Kleinkinder die betroffene Milch konsumieren. Beim Übergang von THC in das Fettgewebe von Schlachttieren wird von den gleichen Voraussetzungen ausgegangen."

 

Stellungnahme von Agroscope

Da es sich bei Pferden in der Schweiz nicht um Milchvieh handelt und ein Grossteil als Heimtier gehalten wird, ist nach wie vor unklar, ob nun die Verfütterung von Hanf oder Hanfderivaten an als Heimtiere registrierte Pferde erlaubt ist. Um das herauszufinden, haben wir kurzerhand den Leiter für amtliche Futtermittelkontrolle Agroscope zu Rate gezogen.

 

IPVCH Blog (Blog): Aktuell gibt es immer noch oder wieder einen Markt, in welchem Hanf für Pferde in der Schweiz öffentlich angeboten und vertrieben wird. Hat sich an der Gesetzeslage

etwas geändert?

Michel Geinoz (Geinoz): Die aktuell gültige Gesetzeslage hat nicht geändert und ist klar. Gemäss Definition des Art. 3 Abs. 2 Bst. h der Futtermittel-Verordnung FMV (SR 916.307) sind Pferde Nutztiere. Gemäss Anhang 4.1 Teil 2 der Futtermittelbuch-Verordnung FMBV (SR 916.307.1) ist die Verfütterung von Hanf und Derivate an Nutztiere verboten. Dies wurde vom Gesetzgeber (BLW) entschieden, damit kein THC in den Lebensmitteln tierischen Ursprungs übertragen wird.

 

Blog: Die Registrierung von Pferden als Heimtiere macht hierbei also keinen Unterschied?

Geinoz: Der Heimtierstatus stützt sich auf die Heilmittelgesetzgebung und gilt aus Sicht der  Futtermittelgesetzgebung nicht. Somit ist die Verfütterung von Hanf an Pferde generell nicht erlaubt.

 

Blog: Im Anhang 1.4 Katalog der Einzelfuttermittel (Liste der Einzelfuttermittel, die nicht gemeldet werden müssen)" sind auch die Hanfsamen aufgeführt. Bedeutet das nicht, dass die Verfütterung von Hanfsamen erlaubt ist?

Geinoz: Das Anhang 1.4 FMBV ist keine « Positivliste » der zugelassenen Futtermittel sondern «nur» eine Liste, die Kennzeichnungsinformationen liefert. Das Vorhandensein von Hanfsamen bezieht sich auf Heimtiere, wie auch z.B. tierische Produkte.

 

Blog: Soweit bekannt, befindet sich THC in den Pflanzenteilen des Hanfes und nicht im Samen. Oder zählen Sie auch die Hanfsamen zu den Hanfderivaten und dürfen deshalb in der Schweiz auch nicht an Pferde verfüttert werden?

Geinoz: Gemäss Anhang 4.1 ist "Hanf oder Produkte davon in jeder Form oder Art" nicht erlaubt. Die Samen sind darin inbegriffen.

 

Die Antworten von Agroscope lieferten noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Gemäss Definition des Art. 3 Abs. 2 Bst. h der Futtermittel-Verordnung FMV (SR 916.307) sind Pferde Nutztiere. In dieser Sache widersprecht die Futtermittelverordnung der Tierarzneimittelverordnung. Gemäss TAMV Abschnitt 2, Art. 15 ist ein Pferd von Geburt an ein Nutztier. "Soll es nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, so muss es als Heimtier bezeichnet werden. Dieser Verwendungszweck kann nicht mehr geändert werden." Per Gesetz ist also ein als Heimtier registriertes Pferd nie wieder für die Lebensmittelgewinnung zugelassen, muss aber gemäss FMV nach wie vor wie ein Nutztier gefüttert werden, damit z.B. kein THC in Lebensmittel übertragen wird. Da es sich aber um ein registriertes Heimtier handelt, dürfen andererseits Medikamente verabreicht werden, die einem für die Lebensmittelindustrie dienendem Nutztier verwehrt bleiben. Die Logik dahinter ist nicht erkennbar. Und Als Besitzerin von als Heimtieren registrierten Equiden sehe ich grundsätzlich nicht ein, weshalb ich meine Fütterungspraxis der FMV für Nutztiere zu  unterstellen habe.

 

Stellungnahme des Bundesamtes für Landwirtschaft

Aufgrund der in sich nicht schlüssigen Gesetzeslage habe ich Jürg Jordi vom Bundesamt für Landwirtschaft kontaktiert und ihm ebenfalls ein paar Fragen gestellt.

 

IPVCH Blog (Blog): Worauf begründet die fehlende Unterscheidung zwischen Nutz- und Heimtier von Equiden in der FMV? Vor allem in Anbetracht dessen, dass Heimtiere offensichtlich nicht zur Lebensmittelproduktion zugelassen sind und damit keine Gefahr von THC in Lebensmitteln besteht.

Jürg Jordi (Jordi): Die Futtermittelgesetzgebung hat eine eigene Definition für die Tiere, weil die Problematik anders ist als bei der TAMV. Die Futtermittelverabreichung ist normalerweise für eine Gruppe von Tieren dieselbe. Innerhalb der Gruppe können sich sowohl Nutztiere als auch Heimtiere nach TAMV befinden. Im Gegensatz zur tierärztlichen Einzelbehandlung wird im Normalfall nicht differenziert gefüttert. Somit kann das Risiko einer allgemeinen Fütterung aller Pferde als Heimtiere nicht getragen werden. Die Betrachtung aller Pferde als Nutztiere gilt, aus den erwähnten Gründen, übrigens auch in der ganzen EU.*1

 

Hanfsamen in Kürze wieder erlaubt

Die European Food Safety Authority (EFSA) hat im 2011 eine wissenschaftliche Meinung zur Verwendung von Hanfpflanzen und deren Derivate veröffentlicht. Obwohl keine Daten für Lebensmittel tierischen Ursprungs (ausser Milch) verfügbar wären, würden die lipophilen Eigenschaften von THC nahe legen, dass die Schlussfolgerungen aus dem Milchverbrauch grundsätzlich für andere tierische Erzeugnisse gelten könnte. Folglich sieht das Gremium keine Option für die Verwendung ganzer Hanfpflanzen als Futtermittel in der Tierernährung. Im Gegensatz dazu wurden Hanfsamen als sicher für die Verbraucher eingestuft. [6]

 

Gemäss Jürg Jordi wurde das generelle Verbot von Hanf für Nutztiere nun in der Schweiz überarbeitet: "reine Hanfsamen enthalten kein THC, ausser durch kleine Verunreinigungen mit Pflanzenteilen. Gemäss Risikobewertung wurde beschlossen, dass Hanfsamen und Derivate (Öl und Presskuchen) als zugelassene Sorten ab dem 1.1.2018 für Nutztiere, die keine Verkehrsmilch produzieren, als Futtermittel zugelassen werden."

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Fütterung von Hanfsamen an Pferde steht also in wenigen Wochen nichts mehr im Wege. Na dann, guten Appetit. 

 

 

Quellen:

[1] Zentrum der Gesundheit - https://www.zentrum-der-gesundheit.de/hanfsamen-essen-ia.html

[2] www.agroscope.admin.ch

[3] Neumann Tiergewürze http://tiergewuerze.de/Hanf-1

[4] Tierarzneimittelverordnung, Abschnitt 2, Art. 15

[5] Medienmitteilung des Bundesrates vom 19.02.2007, Bern

[6] Scientific Opinion on the safety of hemp (Cannabis genus) for use as animal feed, EFSA Journal 2011

 

*1 Anmerkung: in Deutschland wird Futterhanf für Pferde im grossen Stil angeboten und vertrieben, sowohl die Pflanze wie auch der Samen. Entweder interessiert sich niemand für dieses Verbot oder es ist schlichtweg unbekannt.

Tragödie aus Island

ISLAND. Ein Tierarzt tötete im August diesen Jahres auf Anordnung der Veterinäraufsichtsbehörde 4 Hengste mit einem Schuss in den Bug. Das Onlineblatt Visir berichtete von den tierschutzwidrigen Tötungsbedingungen. 

Einige Tage nach dem die Zeitung über den Vorfall berichtete, hat die MAST eine Klarstellung der Ereignisse verlangt. Die Bilder und Videos sprechen allerdings eine ganz eigene, erschreckend grausame Sprache. 

 

Im IcelandReview ist nachzulesen: "Die Angelegenheit findet ihren Ursprung in dem Umstand, dass sich ein gutes Dutzend Hengste auf einer weitgehend abgefressenen Weide des Hofes Skriðuland befunden hatte. Sie rannten durch den Zaun und liefen auf Futtersuche in die Berge. Dort landeten sie auf der Weide eines benachbarten Hofes, wo Stuten, Fohlen und Wallache grasten. Es kam zum Kampf unter den Pferden, vier davon wurden so schwer verletzt, dass sie vergangene Woche eingeschläfert werden mussten. [...] 

 

Die Veterinäraufsichtsbehörde organisierte den Tierarzt mit einem Gewehr und bestellte ihn an den Hof. Die Hengste, die getötet werden sollten, wurden in den Stall getrieben und einer nach dem anderen herausgelassen und wie am Fliessband erschossen, wie Vísir schreibt. [...]

 

Den Fotos nach zu urteilen haben es zwei erschossene Hengste jedoch eine lange Wegstrecke vom Stall in die Weide geschafft. Der rote Hengst liegt weit draussen auf der Weide, der schwarze Hengst ist aus dem Paddock gelaufen, verfing sich im Zaun auf der anderen Seite und verendete dort."

 

Das Vorgehen ist klar tierschutzwidrig, auch im Tierschutzgesetz von Island. Die Begründungen seitens Tierarzt zum Schuss aus der Ferne in den Bug ist überhaupt nicht plausibel. Es bleibt offen, was genau vor sich ging. Aber die Luftaufnahmen und der kurze Drohnen-Video erzählen eine erschreckende Geschichte, die mit der harmloseren Version von Veterinäraufsichtsbehörde  und Tierarzt nicht übereinstimmen kann. 

 

Wir können im Namen der noch lebenden Tiere nur hoffen, dass diese Aktion ein Nachspiel für die Verantwortlichen haben wird. Falls nicht, ist es ein weiterer, schwarzer Fleck auf der mittlerweile grauen Weste von Island's Umgang mit Tieren. 

 

Bilder und Video sind unter diesem Link einsehbar. 

Verbot von Hebelgebissen teilweise aufgehoben

FEIF. Nachdem der Sportausschuss zwei Jahre lang Maulinspektionen durchführen liess, ist keine eindeutige Korrelation zwischen Hebelgebissen und vermehrten Maulverletzungen feststellbar. Das Verbot von diversen Hebelgebissen im Sport wurde daher teilweise aufgehoben. Die isländische Kandare mit Stange bleibt allerdings weiterhin verboten. 

Link zur FEIF Homepage mit weiteren Infos zu verbotenem Equipment (EN).

 

Was, wenn Pferde Hunde wären

Stell dir vor ein Hund wird den ganzen Tag in den Zwinger gesperrt. Er darf nur eine Stunde pro Tag zum Spielen in den Garten. Andere Hunde sieht er nur wenn er einen Blick zum Nachbarzwinger wirft. Und jetzt stell dir vor, der Hund ist ein Pferd. Ein wunderbarer Gedankengang von Petra von der Pferdeflüsterei. 

Quelle: www.pferdefluesterei.de

 

Was wäre wenn… Pferde Hunde wären

"[...] Ich denke oft: Was wäre wenn Pferde Hunde wären. Wenn sie kleiner und flauschiger wären. Wenn sie Schmerzlaute hätten und nicht so still leiden würden. Wie würden wir dann mit Pferden umgehen? Wie würden zum Beispiel die gleichen Menschen, die ihr Pferd mit der Gerte schlagen, mit Sporen treiben und mit Sperrriemen reiten, die ihr Pferd den ganzen Tag in die Box stellen und ihm klatschend eins auf die Nase hauen, wenn das Pferd nach einem Leckerli in der Tasche sucht – wie würden diese Menschen reagieren, wenn sie das gleiche Verhalten bei einem Hundebesitzer und seinem jaulenden Hund sehen würden? [...]

 

Kompletten Beitrag lesen 

Auch Tiere haben eine innere Uhr

Seit 36 Jahren wird in der Schweiz zweimal im Jahr die Zeit um eine Stunde vor- oder nachgestellt. Einige von uns haben so ihre Mühen damit und benötigen etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Unseren Haustieren geht es ganz ähnlich. 

Auch wenn uns Franklins derber Scherz nun seit über 30 Jahren zweimal im Jahr die Zeitumstellung und den damit verbundenen Mini-Jetlag beschert, sind die von ihm herbeifantasierten Einspareffekte ausgeblieben. Die Einsparung beim Energieverbrauch liege bei unter 0,03%, wie das Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags herausfand. [1] 

 

"So fragwürdig die Energiespareffekte sind, so konkret sind die Beschwerden, unter denen viele Menschen leiden. Den sogenannten späten Chronotypen - Personen, die von Natur aus morgens eher lange schlafen, dafür aber bis spät abends aktiv sind, scheine die Zeitumstellung im Frühjahr grössere Anpassungsschwierigkeiten zu bereiten, heisst es im Bericht. Der Effekt: Tagesmüdigkeit, Schlafmangel, schlechte Laune, Chaos vor allem für Familien mit kleinen Kindern." [2]

 

Bei Haustieren können wir ein ähnliches Phänomen beobachten. Wer seine Pferde selber versorgt, bemerkt, dass sich auch Pferde erst an die neue Zeit gewöhnen müssen. Bei der Umstellung auf die Winterzeit ist für sie alles eine Stunde zu spät. Bei der Umstellung im Frühling eine Stunde zu früh. Die Tiere warten ungeduldig auf ihre Morgenfütterung oder werden im Frühling von der frühen Störung überrascht. Einige Bauern gewöhnen ihre Kühe über ein paar Tage an die kommende Zeitumstellung, was Einfluss auf die Milchproduktion hat. 

 

Tipp: Wer kann hilft seinen Haustieren ungemein, wenn er einige Tage zuvor beginnt, die morgendliche oder abendliche Routine (Fütterung, Licht im Stall, Bewegung,...) Schritt für Schritt nach hinten (bzw. im Sommer nach vorne) zu verschieben. 

 

Quellen:

[1] www.tab-beim-bundestag.de

[2] www.spiegel.de

DE: Geballte Frauenpower in der WM Equipe

Eine gute Woche vor der Schweiz gaben Sportleiter Carsten Eckert, Bundestrainer Magnus Skulason und Suzan Beuk zum Abschluss der Nationalen Titelkämpfe an der DIM die Equipe bekannt, die den IPZV e.V. auf den Weltmeisterschaften in den Niederlanden vertreten wird.

Quelle: ipzv.de

 

Herzliche Gratulation aus der Schweiz!

 

Mit dabei sind bei den Erwachsenen (mit Reserve):

  • Johanna Beuk
  • Helmut Bramesfeld
  • Lisa Drath
  • Vicky Eggertsson
  • Jana Köthe
  • Irene Reber
  • Frauke Schenzel
  • Jolly Schrenk
  • Laura Steffens
  • Johanna Tryggvason

 

Zum Team der Young Riders gehören (mit Reserve):

  • Brynja Sophie Árnason
  • Lea Brill
  • Marlene Feldt
  • Anna-Alice Kesenheimer
  • Svenja Kohl
  • Lucie Maxheimer
  • Olivia Ritschel

Weitere Informationen auf der Homepage des IPZV e.V.

 

Die Deutsche Zucht Equipe könnt ihr unter diesem Link einsehen. Glódís vom Kronshof (Stuten, 7 Jahre und älter; Züchter: Frauke Schenzel; Besitzer: Anja Egger-Meier) hat mit einer Gesamtbewertung von 8,71 nicht nur die beste Wertnote des gesamten Zuchtchampionats erhalten, sie lief auch ihrer Mutter Næpa vom Kronshof als bisher höchste bewertete Zuchtstute aller Zeiten in Deutschland den Rang ab. Es wird auf jeden Fall spannend.

 

Umfrage der FEIF zum Islandpferd

Die FEIF hat eine Umfrage über Islandpferde erstellt, um das Image des isländischen Pferdes mit entsprechenden Marketing- und Werbemassnahmen unter der Marke "Pferde von Island" zu stärken. Jede Teilnahme hilft der Kampagne.

Quelle: FEIF

 

Stakeholders have worked together on creating a policy aimed at strengthening the image of the Icelandic horse through harmonized messages, marketing operations and promotional work, under the brand 'Horses of Iceland'.

 

The research objective is to map attitudes towards the Icelandic horse among the members of FEIF - International Federation of Icelandic Horse Associations. Íslandsstofa 'Promote Iceland' executes the research.

 

Your participation helps us improve our promotional work and we would like to extend our sincere gratitude for this. Completing the survey only takes 5 minutes and the answers will not be traceable to any specific participants. Full confidentiality is promised.

 

Link zur Umfrage (englisch)

News von der FEIF - Riding Horse Profile

Um Pferdekäufern mehr Informationen über die Eigenschaften eines Reitpferdes zu geben, hat die FEIF ein sogenanntes Reitpferd-Profil entwickelt. Mehr als 3'000 Reiter in 12 Ländern haben einen Fragebogen ausgefüllt.

Text: JBK

 

Die Auswertung zeigte, dass für die meisten Befragten der Charakter und der Tölt die höchste Priorität hatten. Es wird empfohlen, einen Trainer (FEIF, Level 2 oder höher) für den Pferdekauf beizuziehen.

 

Das Riding Horse Profile ist in 3 Teile aufgebaut. Im ersten Teil wird das Pferd vom Besitzer geführt, geputzt, gesattelt und gezäumt. Dieser reitet das Pferd in allen Gängen im Viereck oder auf der Ovalbahn vor. Im zweiten Teil wird das Pferd durch den beigezogenen Trainer geritten, dazu gehört auch das Ausreiten. Im dritten Teil wird das Pferd auf seine Reaktion gegenüber unbekannten Situationen geprüft. Dieser Teil kann in den Teil 1 und 2 eingebaut werden. Der Trainer füllt in allen Teilen den sogenannten „Trainer’s Report“ aus. Unter www.feif.org kann dieses Formular sowie weitere Informationen (nur auf Englisch verfügbar) heruntergeladen werden.

 

Wer auf der Suche nach einem neuen Pferd ist, sollte sich dieses Formular anschauen. Vielleicht entdeckt man noch Kriterien, welche man selbst vergessen hätte.

Das Islandpferd - ein Kurzfilm

Die junge, dynamische und begeisterte Islandpferdereiterin Dana Hausherr hat im Rahmen ihres Studiums "Multimediaproduction" einen gut gemachten und schönen Kurzfilm über das Islandpferd gedreht, den wir euch auf keinen Fall vorenthalten möchten.

Quelle & Produktion: Dana Hausherr

Was euch 2016 am Meisten interessierte

Für die Generalversammlung des IPV im März haben wir ein paar Zahlen und Fakten vom Blog ausgewertet. Was die Leser am Meisten interessierte, seht ihr hier im Ranking. Wie viele Besucher und Seitenaufrufe der Blog im Schnitt verzeichnet hat, könnt ihr im Jahresbericht nachlesen.

Der Konflikt im Turniersport

Viele haben den Artikel von Dagmar Trodler vermutlich bereits auf Facebook gelesen. Die Thematik ist aus unserer Sicht aber wichtig genug, dass der wunderbare Beitrag vom britischen Ausbilder Peter de Cosemo auch hier auf dem Blog verewigt werden soll.

Quelle: ICELANDREVIEW ONLINE, Dagmar Trodler

 

Islandpferdetraining - Eine Beobachtung von Peter de Cosemo

 

"Für mich sind die Islandpferde eine der einfachsten Rassen, mit denen man arbeiten kann. Seit etwa fünf Jahren reise ich regelmässig nach Island und habe in dem Zeitraum mit Dutzenden von isländischen Pferden gearbeitet.

 

Als ich kam, fanden es einige isländische Reiter und Trainer witzigerweise zu Anfang und teilweise auch immer noch notwendig, mir zu sagen, dass das Islandpferd “anders” ist als andere Rassen, und dass viele Techniken, die man bei anderen Rassen anwendet, beim Islandpferd nicht funktionieren.

 

Zunächst wartete ich einfach mal ab und schaute mir das an, um zu erkennen, wie “anders” diese Rasse war. Wie manche Trainingsmethoden nicht funktionieren, weil sie “anders” waren. Ich freue mich sagen zu können, dass ich das Islandpferd nach 45 Jahren Pferdetraining auf der ganzen Welt, von Europa nach Australien, von den USA bis auf die Griechischen Inseln, vollkommen normal finde, und dass es keine wirklichen Unterschiede zu seinen equinen Brüdern und Schwestern auf diesem Planeten gibt.

 

Natürlich verfügen sie über eine DNA, die ihnen zusätzliche Gänge verleiht, aber ich finde, sie sind trotzdem ziemlich normale Pferde.

 

Diese Pferde haben einen scharfen Geist, einen grossartigen Gehwillen und eine hohe Sensibilität, allesamt grossartige Attribute, wenn man vorsichtig damit umgeht. Wenn man im Training achtlos ist, werden diese Eigenschaften gegen einen arbeiten. Das manifestiert sich in verspannten, ängstlichen Pferden, die viel körperliche Steifigkeit und Stress mitbringen. Ich habe herausgefunden, dass man sich von Anfang an die Zeit nehmen muss, diese Pferde selbstsicher zu machen und ihnen beizubringen, ihren eigenen Fluchtreflex zu beherrschen, wenn etwas Neues auftaucht oder sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

 

Island hat eine lange Geschichte von Reiten in Gemeinschaft und heutzutage Wettbewerbsreiten, und ich werde oft gefragt, wie man die Noten im Turniersport erhöhen könnte. Um diese Frage beantworten zu können musste ich herausfinden, was eigentlich die Grundanforderungen im Turniersport sind und wonach die Richter schauen, wenn sie Ausdruck oder Brillianz sehen wollen. Eine Phrase, die da immer wieder auftauchte, war die der “Vorhandaktion”.

 

Dies ist ein Ausdruck, den ich aus keiner anderen Disziplin kenne, daher musste ich herausfinden, was genau das ist. Offenbar geht es darum, wie hoch das Pferd seine Vorderbeine in den Gängen heben kann. Eine weitere Phrase, die ich hörte war, dass sie “rund” sein sollten und “über den Rücken gehen” sollen.

Das ist nun natürlich vertrautes Gelände, denn während des gesamten Trainings- und Entwicklungsprozesses für Dressurpferde wollen wir sie immer mit Vorhandaktion und einem aktiven Rücken haben.

 

Genau hier sehe ich aber einen Anforderungskonflikt für den Turniersport.

 

Dressur ist im Grunde genommen Pferdegymnastik. Wie bei der Menschengymnastik dauert es Jahre, um sukkzessive Geist und Körper zu einem hohen Grad von Können hinzutrainieren. Daher ist viel auf dem Gebiet geforscht worden, wie das Pferd seinen Körper von Natur aus benutzt. In der Dressur suchen wir unter anderem nach dem “Ausgreifen des Beines” oder der Schrittlänge. Das passiert weitaus effizienter, wenn man dem Pferd beibringt, wie es seinen Rücken aufwölbt und durch sich das Genick nach vorne schiebt. Diese Bewegung verbindet seine Oberlinie, hebt den Rumpf an und erlaubt den Hinterbeinen, sich leichter vorwärts und unter den Körper zu bewegen, zunächst für den Schub, aus dem später Schwung wird.

 

Auf der anderen Seite muss das Pferd für die “Vorhandaktion” seine Schultern und Vorderbeine benutzen, und das Ganze in einer hochziehenden Rückwärtsbewegung. Für eine hochbenotete Vorhandaktion muss das Pferd auch Kopf und Genick erst hoch und dann nach hinten drücken. Wenn jedoch Kopf und Genick hoch und nach hinten gezogen werden, resultiert dies darin, dass der Rücken nach unten sackt und hohl wird und der Rumpf sich senkt. Nun können die Hinterbeine nicht mehr in Leichtigkeit unter den Körper schwingen und enden darin, dass sie hinterher gezogen werden.

 

Was ist da zu tun?

 

Die Richter wollen Pferde sehen, die über den Rücken und mit einer runden Oberlinie gearbeitet werden, aber sie belohnen auch Pferde mit der höheren Vorhandaktion. Mir scheint, Reiter in dieser Situation sind in jedem Fall verdammt, ganz gleich was sie tun! Ich persönlich finde es sehr schwierig, diese beiden Bedingungen zur selben Zeit zu erfüllen. Man kann das eine haben, oder das andere, aber nicht beides.

 

Trainer und Reiter in allen Disziplinen werden von den Richtern geleitet. Sie sehen, welche Arbeitsweise beim Turnier gewinnt und versuchen, diese zu reproduzieren, weil sie auch gewinnen wollen. Natürlich kommt auch in grossem Masse das Geld hinzu. Siegerhengste und Stuten diktieren die Preise für Verkäufe und Zucht. Besitzer, die gewinnen wollen, werden höhere Preise zahlen, um die Trophäe zu ergattern.

 

Derzeit sehe ich, dass das hohle Pferd mit der Vorhandaktion gewinnt. Pferde mit schnellen Bewegungen stehen auch hoch im Kurs, weil das Tempo gerne mit Energie und Schwung verwechselt wird. Ich glaube nicht, dass sich da etwas ändern wird, wenn nicht die “Anforderungen” verändert werden.

 

Ich wollte mit diesem Artikel keine Negativität verbreiten. Er ist eine reine Beobachtung. Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass es da möglicherweise einen Fehler im System gibt, daher fühle ich mich verpflichtet, zumindest auch eine Lösung vorzuschlagen. Ein grosser Schritt wäre bereits getan, wenn man nur ein einziges kleines Wort austauschen würde. Rein praktisch gesehen würde dies das Training und die Körperhaltung vieler Pferde verändern.

 

Mein Vorschlag ist dieser: Statt “Vorhandaktion” sollte es “Ausgreifen” heissen.

 

Statt danach zu suchen, wie hoch ein Pferd seine Vorderbeine ziehen kann, warum nicht ein Programm entwickeln, welches das Pferd motiviert, sich mit seiner Energie vorwärts zu drücken? Natürlich erhält man, wie schon zuvor bemerkt, eher ein weiteres Ausgreifen und längere Schritte, wenn die Oberlinie angehoben und “rund” ist. Während ein Pferd sich ausbalanciert und lernt, sich mit der Hinterhand abzudrücken, entwickelt es mehr Kraft, Balance und Selbstsicherheit.

 

Eine solche Veränderung der “Anforderungen” würde den Konflikt beseitigen, dem Reiter, Trainer und Richter sich derzeit stellen müssen, wenn sie zwei Dinge gleichzeitig tun sollen, die das komplette Gegenteil voneinander sind.

 

Ich habe eine Menge kluger und intelligenter Menschen getroffen, die das Islandpferd lieben. Mein Eindruck ist, dass es von den Hütern der Richtlinien Klarheit geben darüber muss, wie Training in Zukunft aussehen sollte. Elemente, die sich gegenseitig ausschliessen, müssen beseitigt werden. Ich glaube, das Leben für Reiter und Pferde könnte weitaus leichter werden, wenn man nur einige kleine Veränderungen vornehmen würde.

 

Nur eine kleine Beobachtung am Rande ..."

Das Geheimnis der Stuten

Die überlieferten Geschichten von Geburten bei Wildpferden stimmen nicht überein. Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, verbrachte ich 4 Jahre bei wilden Konik-Pferden auf der Geltinger Birk. Die Dokumentation zeigt drei völlig verschiedene Geburten, sowie das abweichende Sozialverhalten der Pferdeherden.

Quelle: Mark Lubetzki

 

Kürzlich erreichte uns eine Nachricht vom Sattler und Tierfilmer Mark (Sattelseminar hier vorgestellt). Der Tierfilmer ist auf das Verhalten von Wildpferden spezialisiert. Im Jahr 1986 begegnete er zum ersten Mal wilden Pferden. Damit für seine Dokus besonders natürliche Aufnahmen entstehen, lebt er sechs Monate im Jahr unter wilden Pferden. Im Juli 2016 hat Mark einen Blog gestartet, auf dem viele interessante Beiträge über das Leben von Wildpferden zu finden sind. Die erste Doku mit dem Titel "Das Geheimnis der Stuten" ist online verfügbar.

 

Die Darsteller der Doku

Die Geltinger Birk ist ein aussergewöhnliches Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein, in dem die Koniks frei und wild leben dürfen. Besucher haben mit etwas Glück die Möglichkeit auf einem Rundwanderweg die Konik-Pferde zu sehen. In den Sommermonaten finden auch Führungen vom Wildpferdeverein statt. Ansonsten leben die Koniks ungestört im natürlichen Herdenverband. Auch, wenn das Gebiet riesig ist, soll die Anzahl der Pferde möglichst weniger als 100 betragen.

FEIF Ranking - Schweizer stark in T4 und Pass

Das FEIF Ranking ist eine Erweiterung des aktuellen WorldRanking. Das Rankings bezweckt einen besseren Überblick über die jüngsten Leistungen von Reitern (und Pferden). Auch einige Schweizer sind auf den Rängen zu finden, vor allem in der T4. Herzliche Gratulation.

Das WorldRanking hingegen basiert auf den besten drei Ergebnissen in einem Zeitraum von zwei Jahren, was zu weniger Veränderungen in der Platzierung führt. Die Rangierung eines Reiters für das FEIF Ranking basiert auf dem arithmetischen Mittel der beiden besten Ergebnisse pro Pferd in der jeweiligen Disziplin. Und es werden nur die Resultate vom laufenden Kalenderjahr berücksichtigt. 

 

Im Sport A benötigt ein Reiter mindestens zwei Resultate von 5.5 oder mehr Punkten in den Klassen Tölt T1, T2, Viergang V1, Fünfgang F1 oder einer Zeit im Passrennen P1 von mindestens 25.6 Sekunden resp. 8.7 Sekunden im Speedpass P2. Im Sport B werden mindestens zwei Resultate mit der Wertung 5.5 oder mehr Punkten in den Klassen Tölt T3, T4, Viergang V2, Fünfgang F2 oder einer Zeit im Passrennen P3 von mindestens 16.5 Sekunden. 

  • Mara Daniella Staubli auf dem 13. Platz in der F1
  • Karin Heller auf dem 20. Platz in der F1
  • Andrea Vetter Meier auf dem 5. Platz in der F2
  • Markus Albrecht Schoch auf dem 13. Platz in der F2
  • Oliver Egli auf dem 16. Platz in der V1
  • Christopher Weiss auf dem 18. Platz in der V2
  • Christopher Weiss auf dem 15. Platz in der T2
  • Martin Heller auf dem 2.Platz in der T4
  • Eve Barmettler auf dem 6. Platz in der T4
  • Helgi Leifur Sigmarsson auf dem 8. Platz in der T4
  • Andrea Balz auf dem 8. Platz in der T4
  • Ladina Sigurbjörnsson auf dem 15. Platz in der T4
  • Thomas Haag auf dem 6. Platz in der PP1
  • Christian Indermaur auf dem 16. Platz in der PP1
  • Markus Albrecht Schoch auf dem 20. Platz in der PP1
  • Markus Albrecht Schoch auf dem 2. Platz im Passrennen P1
  • Markus Albrecht Schoch auf dem 5. Platz im Speedpass P2
  • Markus Albrecht Schoch auf dem 3. Platz im Passrennen P3
  • Thomas Haag auf dem 17. Platz im Passrennen P3
  • Oliver Egli auf dem 19. Platz in der Viergang-Kombination

Es wurden nur Reiter auf den ersten 20 Rängen aufgezählt. Alle weiteren Ergebnisse des FEIF World Ranking 2016 könnt ihr auf der FEIF Homepage einsehen.

 

Harmonische Schweizer Ritte

Die FEIF präsentiert auf Ihrer Homepage insgesamt 111 nominierte Reiter aus aller Welt, die aufgrund ihres feinen Reitstils aufgefallen sind. Die Nominierung ist gemäss FEIF unabhängig von Turnierresultaten und kann von Richtern von WorldRanking Turnieren ausgesprochen werden. Auch einige Schweizer Reiter sind dabei.

Auf der Liste der Nominierten ist der Name von Lara Balz bereits das dritte Jahr in Folge zu finden. Herzliche Gratulation Lara für die aussergewöhnlichen Leistungen bei harmonischem, feinen und fairen Reitstil.

 

In diesem Jahr finden sich zudem folgende Schweizer auf der Liste:

  • Lena Studer
  • Karin Heller
  • Mara Daniella Staubli
  • Fabienne Helfenberger
  • Mathias Meier
  • Urs Strässle

Herzliche Gratulation und ein grosses Dankeschön vom Blog für die harmonischen Vorführungen. Sollten wir jemanden auf der Liste nicht entdeckt haben, bitte schreibt uns auf info@ipvch-blog.ch

MEM 2018 wird in Österreich ausgetragen

ÖIV - Nach 2010 konnte sich endlich wieder ein österreichischer Veranstalter bei der Abstimmung der mitteleuropäischen Sportleiter durchsetzen. Die Mehrheit hat sich für die Bewerbung vom "Haus der Pferde" entschieden.

Das "Haus der Pferde" befindet sich im Waldviertel in der niederösterreichischen Gemeinde Schrems, nahe der Tschechischen Grenze. In Österreich gibt es nicht mehr viele Orte, die noch weiter weg von der Schweiz liegen, als das vor allem wegen des Waldviertler Granit bekannte Schrems.

 

Auf der Homepage vom Haus der Pferde kann die Idylle des Waldviertels erahnt und gleichzeitig die gigantische Infrastruktur bestaunt werden. Mehr Idylle findet sich auf der Tourismus Seite www.waldviertel.at zum Beispiel das 300 Hektar grosse Schremser Hochmoor, die Donau, die beeindruckenden Burgen oder die Nationalparkregion Thayatal.

Für wen züchten Züchter eigentlich?

Das Landsmót 2016 im isländischen Hólar ist schon wieder Geschichte. Der grösste Event der Islandpferdezucht sorgt einmal mehr für Fragezeichen, auch aus den eigenen Zuchtreihen. Pferdezüchter Magnús Lárusson vom Hof Holtsmúli fragt sich wohl zurecht, ob das alles so sein soll.  

Ein Kommentar vom Pferdezüchter Magnús Lárusson zum diesjährigen Landsmót, welcher bei Hestafréttir veröffentlicht wurde. Gefunden auf der Homepage von Icelandreview.

 

"Ich sass und lag abwechselnd am Zuschauerhang in Hólar im Hjaltardal, direkt vor der Nase der Richter, und verfolgte die Zuchtprüfungen der Hengste. Um es gleich mal vorauszuschicken, ich fand viele von ihnen grundsätzlich sehr gut, und in weiten Teilen liefen sie schön, andere jedoch nicht so, wie es sein sollte. Ich möchte auf einige Details hinweisen, die mein Interesse weckten, sowohl bei den Urteilen wie bei den Vorstellungen der Zuchtpferde am Landsmót 2016.

 

Die Pferde machten am Ende auf mich einen müden Eindruck, und manche waren im Unterschied zur Vorrunde bei der Preisübergabe nur noch ein Schatten ihrer selbst. Damit sind vor allem die Pferde gemeint, bei denen es an noch mehr als nur Tempo und Vorhandaktion in den Gangarten gemangelt hatte. Die Anforderungen um viel Leistung, viel Tempo und lange Spurts entleeren die körperlichen Energiereserven, und sicher hatten sie zwischen den Prüfungen nicht genug Erholungszeit erhalten.

 

Die Freude verschwindet durch den Kraftmangel und Pferde versuchen, sich auf der Vorhand zu schonen. Über das Fallen auf die Vorhand geht die Weichheit verloren, die Leichtigkeit und die Reinheit des Taktes, um nur einige Dinge zu nennen, die mich als Pferdemann begeistern. Hier muss man fragen, was sich eigentlich gehört. Welche Zusatzinformationen über die Qualitäten der Gangarten erhält man nach den ersten 100 Metern? Reichen in den meisten Fällen nicht kürzere Wegstrecken und weniger Bahnläufe?

 

Die Übersichtsschau der Zuchtpferde ist als Instrument gedacht, es da besser zu machen, wo die Chance auf Verbesserung besteht, und das war meiner Ansicht nach damals bei der Schaffung der Übersichtsschau gut gedacht. Bei vielen lohnte die Mühe und sie verbesserten die Noten für die gerittenen Gangarten, und auch für Charakter und Gehwille und für Form unter dem Reiter.

 

Beim Versuch, die Noten für den schnellen Galopp zu verbessern, sah man von meinem Platz aus im Takt in die Pferdeseite tretende Füsse, die Gerte in etwas langsamerem Takt auffallend an die Schulter des Pferdes tippend, gefolgt von zergelnden Zügelhilfen im gleichen Takt wie die Gerte, den gesamten Spurt über. In einigen Fällen verbesserte sich sowohl die Note für den Galopp wie auch für den Gehwillen. Ähnliche Reitereigebärden wirkten oft auch bei der Notenverbesserung im Pass, beim Gehwillen und bei der Form unter dem Reiter, nach nachdrücklichen und unterschiedlich geglückten Versuchen.

 

Braucht es solch eine nachdrückliche Gebärdensprache von Seiten des Reiters, um die genetisch vorhandene Qualität der Eigenschaften zu steigern und damit Noten zu verbessern? Oder ist die Notenverbesserung eigentlich wertlos, wegen der Art und Weise wie man sie erhält? Ist diese Reitweise das, was wir sehen möchten und als das Beste vom Besten vorstellen möchten?

 

Denken wir daran, dass Fernsehbilder auf der ganzen Welt zeigen, dass man die Dinge so macht, weil das bessere Noten bringt – diese Reitweise sollte daher vorbildlich sein. Ich fand, die Reiter haben die Pferde in der Übersichtsschau härter vorangetrieben als in den Vorrunden.

 

Ich denke, ich habe da so einige Pferde mit hohen Noten gesehen, die während so gut wie der ganzen Prüfung hindurch gebunden oder steif oder sogar beides liefen. Sie zeigten hohe Vorhandaktion und Raumgriff, aber ihnen fehlte Leichtigkeit und Durchlässigkeit in der Töltbewegung. Von meiner bescheidenen Warte aus gesehen war die Gangart viel eher Pass als Tölt, als der Tölt gezeigt wurde.

 

Erinnern wir uns daran, dass jene, die die Pferde vorstellten, als die besten des Landes auf den Gebiet gelten. Wie läuft das dann bei dem normalen Reiter, wenn er diese Art von Tölt so reiten soll, dass sie sauber und weich ist? Für wen züchten wir Pferdezüchter eigentlich Pferde?

 

Ich denke, ich habe auch so einige Pferde mit hohen Noten für Pass gesehen, die auf beinahe der gesamten Passstrecke keine Flugphase zeigten. Aber die Flugphase ist es, was den Pass vom Tölt unterscheidet, nicht etwa der Viertakt. Auf der anderen Seite vermindert sich die Flugphase in dem Mass, wie der Pass viertaktig wird, und für viele ist es schwierig, die Flugphase zu erkennen, wenn sie so gering und das Pferd so viertaktig geworden ist. So war es irgendwie lustig, dort Pferde zu sehen, die irgendwie Pass liefen, als Tölt gezeigt werden sollte, und fast im Tölt waren, als sie Pass laufen sollten. Soll das so sein?

 

Mit freundlichen Grüssen, Magnús Lárusson, M.Ag.Pferdezüchter www.urvalshestar.is"

Die Stute ist Entscheidender als der Hengst

Was erfahrene Züchter schon länger vermuten, ist nun auch wissenschaftlich bestätigt. Die Stute hat mehr Vererbungskraft als der Hengst. Damit ist der jahrhundertealte Irrglaube, dass der Hengst das Entscheidende Kriterium in der Pferdezucht sei, widerlegt.

Quelle: barnboox.de

 

Oft wird bei Abstammungsnachweisen nur der Hengst und dessen Vater und der Vater der Mutter angegeben. Die weibliche Herkunftsseite scheint weniger spannend. Auch weniger Zuchtinteressierte kennen die Namen bekannter Vererber und brechen in anerkennende "ooohhh's" und "aaahhh's" aus, wenn der stolze Pferdebesitzer den bekannten Landsmótsieger als Papa nennt. Nur - wer war die Mama und wie wurde die Mama gehalten und gefüttert? Scheint gemäss neueren Erkenntnissen und Studien deutlich (ge-) wichtiger zu sein.

 

Australische und chinesische Züchter haben an 675 Vollblütern und deren Eltern untersucht, wie sich die Rennleistungen von Stuten und Hengsten auf das Fohlen vererbt. Dazu wurde das durchschnittlich gewonnene Preisgeld pro Rennstart auf einer Rangliste notiert. Die besten 30 Prozent wurden als „Elite“ eingestuft, die restlichen Pferde als „schwach“.

Die Fohlen wurden dann wie folgt klassifiziert:

  • Elitemutter x Elitevater
  • Elitemutter x schwacher Vater
  • Schwache Mutter x Elitevater
  • Schwache Mutter x schwacher Vater

Heraus kam: Am besten waren die Rennleistungen der Fohlen, wenn beide Eltern Elitepferde waren. War die Mutter jedoch schwach, so war es das Fohlen auch. Überraschend: Selbst die Einkreuzung von Elitehengsten brachte hier nichts. Diese Fohlen waren sogar durchwegs schlechter als die von zwei schwachen Eltern! Die Nachkommen von Elitestuten hingegen brachten immer gute Leistungen, völlig egal aus welcher Kategorie der Hengst stammte.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Erblichkeit von Rennleistung zwischen der Mutterstute und dem Fohlen viel größer ist als zwischen dem Hengst und dem Fohlen – dieser Unterschied ist statistisch bedeutsam“, so das Fazit der Wissenschaftler. Auch das Alter der Stuten zum Zeitpunkt der Geburt scheint eine Rolle zu spielen. Die meisten Elitefohlen bekamen Stuten im Alter zwischen 8 und 11 Jahren.

 

Weitere spannenden Zusammenhänge und biologische Erklärungen finden sich hier

Isländische Namensgebung von Monika Jaedig

In der letzten Magazinausgabe haben wir die Bedeutung der isländischen Namensgebung thematisiert. Da es doch viele Anfragen gab, werden wir hier einige Analyse von Monika Jaedig im Blog veröffentlichen.

Texte: Monika Jaedig

 

Mýsla

Mýsla vom Neckertal heisst die hübsche Erdfalbstute von Barbara Zuppiger. Mýsla ist die Koseform von Mús (Maus), bedeutet also Mäuschen, oder gut schweizerisch „Müüsli‘‘. Das isländische ý wird wie ein langes i ausgesprochen. Im heutigen Isländisch wird bei der Aussprache von í und ý nicht mehr unterschieden, genauso verhält es sich beim kürzer ausgesprochenen i und y.

 

Mýsla ist eine Eigenzucht aus Barbaras Stute Fífa frá Flugumýri und dem Hengst Lúkas frá Litla-Ármóti vom Reithof Neckertal. Barbara gehört zu jenen Züchtern, die sich den Wunsch nach einem Fohlen aus der eigenen Stute erfüllt haben -- und dieses selbstverständlich behalten möchten.

 

Barbaras Tochter Kristín hat so die wunderbare Möglichkeit, Mýsla aufwachsen zu sehen und mitzuerleben, wie aus dem plüschigen Fohlen von 2012 ein zuverlässiges Reitpferd wird. Das liebenswerte, mitunter verträumte Mädchen ist ein grosser Islandpferdefan und Barbara ist natürlich gespannt, wie sich die Freundschaft zwischen Kind und Pferd entwickeln wird. Alles Gute für Kristín und Mýsla auf ihrem weiteren Lebensweg!


Krákustígur

„Komm Kráki, das schaffen wir, ich weiss es!”, motiviert die Besitzerin Klara Steinmann jeweils ihren apfelgrauen Liebling.

 

Krákustígur gehört zu jenen Pferdenamen, welche sich auf einen Ort oder ein landschaftliches Merkmal beziehen. Wörtlich übersetzt heisst er „Krähensteig“, ein schmaler, gewundener Pfad. Steig/stígur weist darauf hin, dass es bergauf geht. Ausgesprochen wird der Name etwa Krauky:sti:gy:r

 

Der Hofname Þjóðólfshagi 1 bedeutet Þjóðolfs Weide, vermutlich einst nach seinem Gründer Þjóðólfur benannt. Die Herkunftsbezeichnung von Pferden aus Island wird immer mit frá (von) und dem Hofnamen im Dativ (Wemfall) angegeben. Aus hagi wird haga im Wemfall. Die Nummerierung gleichnamiger, nebeneinander liegender Höfe findet man in Island öfter.

 

Zurück zu Krákustígur: Beim Reiten wünschen wir uns auch ein bergauf gehendes, mit der Hinterhand arbeitendes Pferd. Selten führt der Weg zu diesem Ziel schnurgeradeaus, oft müssen wir ein paar Kurven in Kauf nehmen. Aber ans Ziel kommen wir trotzdem!

 

Klara und Krákustígur wünsche ich von Herzen, dass sie alles erreichen, was sie sich vorgenommen haben.


Glampi und Gráni - Blitz und Zauber

 

An der diesjährigen FEIF-Konferenz in Haarlem (NL) wurde beschlossen, dass per sofort eine Positivliste für Islandpferdenamen geführt wird (siehe Artikel von Sandra Zippo in Islandpferde Schweiz 1/2016). Diese Massnahme wurde notwendig um sicherzustellen, dass auch künftig nur traditionelle isländische Namen vergeben werden, wie es seit eh und je üblich ist.

 

Die Namen von Rosemarie Becks Pferden Glampi und Gráni sind traditionell und erfüllen alle Bedingungen der Liste. Glampi, der Fuchs mit Blesse, und der Schimmel Gráni sind beide 24 Jahre alt und noch flott unterwegs, wie das wunderschöne Winterfoto zeigt.

 

Das Tempo, welches Glampi vorlegt, könnte durchaus mit seinem Namen zu tun haben, bedeutet dieser doch nichts anderes als Blitz. Machte Klein-Glampi sich vielleicht immer blitzschnell davon, wenn man ihn einfangen wollte? Der Name könnte auch ein Hinweis auf sein glänzendes fuchsrotes Fell oder schimmernden Glanz in den Augen sein. Glanz und Schimmer sind weitere Entsprechungen für Glampi und das Verb að glampa wird mit blitzen, glitzern und schimmern übersetzt.

 

Ein Pferd nach seiner Farbe zu benennen war besonders in früheren Zeiten sehr verbreitet. Auch bei der Namenswahl von Gráni (der Graue) war die Fellfarbe ausschlaggebend. Im Sommerfell war Gránis graue Äpfelung in den letzten Jahren immer noch zu sehen, berichtet seine Besitzerin.

 

Das á in Gráni wird ausgesprochen wie au, also Grauni. Den Namen Grani (gesprochen wie geschrieben) gibt es übrigens ebenfalls, dieser steht auf der offiziellen Namensliste für zweibeinige Isländer.

 

Apfelgraue Pferde werden in den Isländersagas und Volksmärchen mit Magie in Verbindung gebracht.

 

Gráni ist der Liebling seiner Reiterin Lisa und hat sie mit seinen weichen Gängen bezaubert, wie Rosemarie erzählt. Zudem hat er einen sehr prominenten Namensvetter: das treue graue Pferd aus dem Kinderbuchklassiker Nonni und Manni von Jón Sveinsson, welcher einst fürs deutsche Fernsehen verfilmt wurde.

 

Rosemarie Beck und Lisa wünsche ich noch viele schöne Jahre mit ihren Lieblingen Glampi und Gráni!

Schweizer Nationalkader 2016

Am Qualifikationsturnier in Brunnadern haben sich Helgi Leifur Sigmarsson mit Póker frá Runnum fürs Erwachsenenkader und Nadja Burkhardt mit Nói frá Gardsá fürs Juniorenkader qualifiziert.

Quelle: www.ipvch.ch

Erwachsene

Catherine Mynn mit Aradís von Fjallaborg und Björn frá Hvammi 2

Annina Denoth mit Dagur

Oliver Egli mit Dengsi frá Selfossi und Styrkur frá Eystri-Hól

Lea Hasler mit Flottastur vom Röschbacherhof

Silvia Ochsenreiter mit Heljar frá Stóra-Hofi

Mara Staubli mit Hlébarði frá Ketilsstöðum und Hófur frá Varmalæk

Rebecca Joos mit Högnuður vom Wiesenhof

Caroline Wyser mit Kjuði frá Kirkjuferjuhjáleigu

Markus Albrecht mit Kóngur frá Lækjamóti

Ladina Sigurbjörnsson mit Korpa från Mesch, Tór frá Auðsholtshjáleigu und Dynjandi frá Íbishóli

Karin Heller mit Kyndill fra Tjenergården

Urs Strässle mit Ljóri frá Sauðárkróki

Christian Indermaur mit Mattur frá Torfunesi

Lisa Staubli mit Ósk frá Þingnesi

Martin Heller mit Patrik frá Reykjavík

Sandra Weber mit Pipar-Sveinn frá Reykjavik II

Helgi L. Sigmarsson mit Póker frá Runnum

Thomas Haag mit Risi vom Schloß Neubronn

Lea Notter mit Segull frá Auðsholtshjáleigu

Sandra Scherrer mit Sirkus frá Syðri-Gegnishólum

Lara Balz mit Trú från Sundäng

Diddi Sigurbjörnsson mit Tvinni frá Grafarkoti

 

Juniorinnen

Seraina Stalder mit Eyjólfur von Töltmyllan

Fabienne Greber mit Hágangur vom Kreiswald

Vanja Roulin mit Nasi frá Kvistum

Nadja Burkhardt mit Nói frá Garðsá

Lena Studer mit Pipar vom Saanetal

Vivien Buri mit Samber frá Ásbrú

Ursula Bruns - Visionärin und Pionierin

Die erfolgreiche Buchautorin (u.a. Dick und Dalli und die Ponys) und eine der prägendsten Persönlichkeiten innerhalb der Islandpferdeszene in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist im Alter von 93 Jahren im engsten Familienkreis gestorben.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz prägte sie die Freizeitreiterei und setzte sich für eine artgerechte Pferdehaltung und das pferdegerechte und schonende Reiten ein.

 

Auch erlangte durch UB die Gangart 'Tölt' grosse Bekanntheit und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die ersten Islandpferde in Deutschland durch sie importiert wurden.Sie war es auch, die das Magazin 'Freizeit im Sattel' 1958 lanciert hat, welches schnell eine grosse Leserschaft erreichte und eine Vielzahl an Themen abdeckte.

 

In den Anfängen der 70er-Jahren dann der nächste Coup - das Testzentrum Reken wurde gegründet. Dort sollte alles getestet werden - Pflegeprodukte, Pferdeausrüstung, Futtermittel bis hin zu den verschiedenen Haltungsformen. Das Zentrum wurde zum Begegnungsplatz vieler renommierter Pferdefachleuten. Es wurde philosophiert, Wissen ausgetauscht und Freundschaften geknüpft.

 

Ohne Ursula Bruns hätte das Islandpferd nicht den heutigen Bekanntheitsgrad auf dem europäischen Kontinent erlangt und auch die Freizeitreiter-Szene wäre eine andere.

 

Einen schönen Bericht zum Werdegang von Ursula Bruns findet Ihr unter folgendem Link: http://www.pferdewoche.ch/news/ausgaben/article/rebellin-und-reformerin/

Árni Björn Pálsson gewinnt Gæðingafimi

Árni Björn Pálsson gewinnt das Gæðingafimi mit Skíma frá Kvistum mit der Traumnote 8.31.

Finale Rangliste:

1. Árni Björn Pálsson Skíma frá Kvistum – 8.31
2. Jakob Svavar Sigurðsson Gloría frá Skúfslæk – 7.92
3. Ásmundur Ernir Snorrason Spölur frá Njarðvík – 7.59
4. Hulda Gústafsdóttir Askur frá Laugamýri – 7.45
5. Elin Holst Frami frá Ketilsstöðum Gangmyllan- 7.29

 

Video unter http://www.visir.is/arni-bjorn-kominn-i-girinn/article/2016160219591

Bilder findet ihr auf Hestafrettir

Richter Ausbildung Tölt in Harmony

Das Team Ausbildung des ÖIV organisiert eine Richterfortbildung für das immer bekannter werdende und sich immer mehr Beliebtheit erfreuende Tölt in Harmony.

Quelle: www.islandpferdeverband.com

Nähere infos findet ihr auf der offiziellen Tölt in Harmony Webseite

 

ÖIV: Team Sport verstärkt sich

Die Sportreferentin des österreichischen Islandpferdeverbandes ÖIV Susanne Jelinski ("Usi") verstärkt ihr Team mit den beiden begeisterten und engagierten Reiterinnen Kathi und Elisa.

IPZV: Bundeskader 2016

Die Arbeitsgruppe "Bundeskader" des Sportausschusses hat eine neue zukunftsorientierte Kaderstruktur konzipiert, die es ab 2016 umzusetzen gilt. Die Reiterinnen und Reiter für das Bundeskader 2016 sind nun bekannt.

Quelle: www.ipzv.de

 

A-Kader:
1. Dörte Mitgau
2. Irene Reber
3. Frauke Schenzel
4. Jolly Schrenk
5. Nadja Wohllaib
6. Karly Zingsheim
7. Helmut Bramesfeld
8. Lisa Schürger
9. Johanna Tryggvason
10. Vicky Eggertsson

B-Kader:
1. Jonas Hassel
2. Marie Lange Fuchs
3. Freja Thye
4. Christopher Weiss
5. Marleen Stühler
6. Annelie Gläsing
7. Naty Müller
8. Laura Steffens
9. Christina Dittrich
10. Nicolai Friedemann Breuer
11. Lena Maxheimer
12. Josy Maier
13. Katharina Fritsch

 

Der K-Kader ist der neue Kompetenzkader des IPZV. Hierrein werden folgende Reiter berufen


- Uli Reber
- Ralf Wohllaib
- Melanie Müller

 

Die Berufung weiterer Reiter in die Kader des IPZV ist in Planung.

IPZV: Rücktritt von Peter Nagel

Peter Nagel scheidet als Vizepräsident des Deutschen Dachverbandes IPZV e.V. aus und stellt sein Amt aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. 

Quelle: www.ipzv.de

 

Nach erfolgreicher Arbeit in den Vorständen des IPZV Nord und des IPZV Landesverbandes Schleswig-Holstein/Hamburg war Peter Nagel 2008 zum Vizepräsidenten des Bundesverbandes gewählt worden. In seine Amtszeit fielen u.a. strategische Entscheidungen zur Neuausrichtung der Verbandsmedien und die Vertretung des IPZV in diversen Gremien der FN und FEIF. In besonderem Maße machte er sich auch bei der Realisierung des weithin beachteten Ritts zum Brandenburger Tor anlässlich der WM in Berlin um den Verband verdient.

 

IPZV-Präsident Karly Zingsheim bedauerte den Schritt: „Ich danke Peter Nagel für sein langjähriges Engagement für das Islandpferd und den IPZV sehr herzlich. Unsere Zusammenarbeit war stets von einem freundschaftlichen Verhältnis geprägt - ich hätte mir gewünscht, dass Peter unserem Verband noch länger zu Verfügung steht."

 

Der Posten des Vizepräsidenten soll nun im Rahmen der Wahlen auf der Jahreshauptversammlung am 9. April in Kamen-Kaiserau neu besetzt werden.

Thermografie beweist: Warmreiten dauert 20 Minuten

Erst nach 20 Minuten im Schritt sind Pferdebeine messbar wärmer, wie Bilder des Pferdethermografen Marco Jentsch zeigen.

Die spannenden Ergebnisse und die Hintergrund der Untersuchung findet ihr unter folgendem Link

Alte Zuchtlinien

Wenn sich Islandpferdefreunde über ihre Pferde unterhalten, dann drehen sich die Gespräche oft um deren Abstammung und Herkunft.

Im Magazin 4_15 rezensiert Isa Borer über dieses spannende Büchlein. Und die Autorin und Verlegerin Caroline Kerstin Mende hat uns freundlicherweise 3 Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt.

Link nach Neuseeland

Auch in Neuseeland gibt es Islandpferde und sogar einen kleinen, aber feinen Verein.

Ein Blick auf die andere Seite der Welt könnt ihr via Link erhaschen. Icelandic Horses New Zealand (Inc.)

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IceHNZ Newsletter - October15.pdf
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Iceland Review online - Kraftur frá Bringu

Nachrichten von ICELAND REVIEW ONLINE über den Weltberühmten Kraftur frá Bringu und seinen nicht minder berühmten Reiter Þórarinn Eymundsson (Tóti).