Auch Tiere haben eine innere Uhr

Seit 36 Jahren wird in der Schweiz zweimal im Jahr die Zeit um eine Stunde vor- oder nachgestellt. Einige von uns haben so ihre Mühen damit und benötigen etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Unseren Haustieren geht es ganz ähnlich. 

Auch wenn uns Franklins derber Scherz nun seit über 30 Jahren zweimal im Jahr die Zeitumstellung und den damit verbundenen Mini-Jetlag beschert, sind die von ihm herbeifantasierten Einspareffekte ausgeblieben. Die Einsparung beim Energieverbrauch liege bei unter 0,03%, wie das Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags herausfand. [1] 

 

"So fragwürdig die Energiespareffekte sind, so konkret sind die Beschwerden, unter denen viele Menschen leiden. Den sogenannten späten Chronotypen - Personen, die von Natur aus morgens eher lange schlafen, dafür aber bis spät abends aktiv sind, scheine die Zeitumstellung im Frühjahr grössere Anpassungsschwierigkeiten zu bereiten, heisst es im Bericht. Der Effekt: Tagesmüdigkeit, Schlafmangel, schlechte Laune, Chaos vor allem für Familien mit kleinen Kindern." [2]

 

Bei Haustieren können wir ein ähnliches Phänomen beobachten. Wer seine Pferde selber versorgt, bemerkt, dass sich auch Pferde erst an die neue Zeit gewöhnen müssen. Bei der Umstellung auf die Winterzeit ist für sie alles eine Stunde zu spät. Bei der Umstellung im Frühling eine Stunde zu früh. Die Tiere warten ungeduldig auf ihre Morgenfütterung oder werden im Frühling von der frühen Störung überrascht. Einige Bauern gewöhnen ihre Kühe über ein paar Tage an die kommende Zeitumstellung, was Einfluss auf die Milchproduktion hat. 

 

Tipp: Wer kann hilft seinen Haustieren ungemein, wenn er einige Tage zuvor beginnt, die morgendliche oder abendliche Routine (Fütterung, Licht im Stall, Bewegung,...) Schritt für Schritt nach hinten (bzw. im Sommer nach vorne) zu verschieben. 

 

Quellen:

[1] www.tab-beim-bundestag.de

[2] www.spiegel.de