Günstige Schermaschine im Test

Auch wenn robust gehaltene Felltiere wie unsere Islandpferde grundsätzlich nicht geschoren werden (sollten), kann es aus gesundheitlichen Gründen schon mal notwendig sein. Nur woher bekommt der gemeine Islandpferdebesitzer ein so alltagsfremdes Gerät?

Test: Angi Böni & weitere Testpersonen

 

Der Frühling naht, der Fellwechsel hat bereits eingesetzt und das neue, frisch aus Island importierte Pony hat so seine Mühen mit unseren verhältnismässig tropischen Temperaturen. Neben intensiven Putzsessions, kann dann durchaus auch die Schermaschine z.B. entlang des Mähnenkammes für die gewünschte Erleichterung sorgen.

 

Stolpersteine

Nun gibt es aber nicht unbedingt in jedem Offenstall eine Schermaschine. Und nicht jeder hat Kontakte zu pferdescherenden Personen, die eine gute Maschine haben und diese auch mal so gratis verleihen. Natürlich wäre es denkbar, jemanden mit Schermaschine zu buchen, der die Arbeit übernimmt. Das ist aber auch nicht gratis und robust gehaltene Pferde sind nicht zuverlässig zur Stunde x scherbereit (trocken, sauber, nicht verschwitzt etc.). Dazu kommt, dass ein sonst entspanntes Isi-Tier vieles abkann, bei einer lauten, vibrierenden, an einer langen schwarzen Schlange hängenden Schermaschine dessen Geduld aber schon mal ein Ende findet. Speziell dann, wenn die scherende Person naturgemäss eher ungeübt damit rumwerkelt oder gar über das Kabel stolpert. Also müsste 'man' das doch vorher üben können...viele Stolpersteine...

 

'Wahl Pferdeschermaschine' im Test

Nach einigen nervenaufreibenden Versuchen, eine Maschine aufzutreiben, habe ich mich im Internet schlau gemacht. Produktetestseiten sei Dank, bin ich auf die Wahl Pferdeschermaschine für EUR 107.- gestossen (Amazone). Sie ist klein, sehr leise und akkubetrieben. Natürlich nur geeignet für Teilschuren, wie eben entlang dem Mähnenkamm, Brust, Kopf, etc. Was anderes brauchen gesunde, robust gehaltene Islandpferde auch gar nicht (kann man nicht oft genug betonen). Und sie hält was sie verspricht. Sie liegt wirklich super leicht in der Hand, ist tatsächlich sehr leise und schert das dichte, lange Fell entlang des Mähnenkammes auf beiden Seiten absolut problemlos. So war es einer einzelnen Person möglich, mit dieser Maschine das erste Mal in ihrem Leben ein ihr fast unbekanntes Pferd innerhalb von 30min (inkl. Angewöhnungsphase) vom lästigen Pelz unter der Mähne zu befreien. Die kleine, handliche und sehr leise Maschine erlaubt eine genau Schur, weshalb sie auch von Tierärzten genutzt wird, um Behandlungsbereiche auszuscheren.

 

Für den Zweck einer Teilschur kann diese Schermaschine sehr empfohlen werden. Sie ist praxistauglich und das Preis-Leistungsverhältnis lässt kaum Wünsche offen. Sie wurde bei den Testpersonen auch bei Katzen eingesetzt, was ebenfalls absolut problemlos funktionierte.

 

Die Maschine kann bei Amazone bestellt werden. Zum Beispiel hier Wahl Adelar mit Wechselakku

 

Tipp: auch wenn diese Maschine verhältnismässig sehr leise ist, ist es ratsam, das Pferd daran zu gewöhnen, bevor mit der eigentlichen Schur begonnen wird. Mögliche Gewöhnungsphasen:

  1. Maschine in ein paar Metern Entfernung laufen lassen und dabei etwas Alltägliches mit dem Pferd tun (z.B. Putzen, Bodenarbeit, Zirkuslektionen, etc.), so kann es sich schon mal an das Geräusch gewöhnen
  2. Übliches Putzprozedere durchführen und dabei die laufende Maschine in der Hand halten
  3. Entspannt sich das Pferd, kann mit der Maschine dem Körper entlang gestrichen werden, um es an die Vibrationen zu gewöhnen (natürlich nicht mit dem Scherkopf voran ;-))
  4. Am Anfang empfiehlt es sich, die Maschine vom Kopfbereich fernzuhalten, bis sich das Pferd an die Maschine am Körper gewöhnt hat.