Der gekippte Mähnenkamm

Den gekippten Mähnenkamm sieht man typischerweise häufig bei spanischen Rassen und Friesen, aber auch bei Islandpferden. Wer nun denkt, das kommt von besonders üppiger Mähne (z.B. bei Hengsten), liegt damit ziemlich falsch. Der gekippte Mähnenkamm sagt vielmehr etwas über den Gesundheitszustand des Tieres aus.

Beim Spanier ist vermutlich klar, dass es nicht an der üppigen Mähne liegen kann. Hier spielt vor allem ein schlechtes Bindegewebe eine Rolle, welches offenbar vererbbar ist. Der Ansatz zum gekippten Mähnenkamm wird oft bereits beim Jungpferd sichtbar. Spanier werden von der Zucht ausgeschlossen, wenn sie einen sogenannten Kipphals (auch Wackelhals oder Fetthals genannt) aufweisen. Das schwache Bindegewebe reduziert sich nicht auf den Halsbereich, sondern auf den ganzen Körper, was die langfristige Gesundheit und den Gebrauch als Reitpferd gefährdet. Ein in fortschreitendem Alter entstehender Kipphals kann ein Anzeichen für Stoffwechselerkrankungen sein (z.B. EMS). Hier sind Untersuchungen wie ein grosses Blutbild unbedingt angezeigt. Vorsicht ist bei der Analyse von Blutbildern geboten. Nicht jeder Tierarzt kennt sich damit gut genug aus. Eine Zweitmeinung von auf die Ernährungsphysiologie von Pferden ausgerichteten Experten (z.B. Biologen) ist unbedingt empfehlenswert. Auch die Alternativmedizin bietet hier einiges an Möglichkeiten, deren nähere Betrachtung sich druchaus lohnen kann.

 

Die Bloggerin Sandra Fencl schreibt dazu: "Viele Reiter schenken den kleinen Details am Erscheinungsbild ihres Pferdes leider nicht genügend Aufmerksamkeit, dabei liegt hier oft der Schlüssel zur langfristigen Gesunderhaltung. Problem des Kipphalses hängt v.a. mit geschwächtem Bindegewebe, Giftstoffen (=Schlacken) und übermässigen Fettdepots am Hals zusammen. Diese führen dazu, dass der Mähnenkamm dann gebogen erscheinen oder sogar ganz umfallen kann."


Im folgenden Video erklärt Sandra verschiedene Ursachen und mögliche Massnahmen im Detail:

 

Quelle: Sandra Fencl, www.sandrafencl.com