Oster-Ritt 2016

Bei herrlichem Wetter fand am Ostersamstag, 26. März 2016, der Oster-Ritt statt. Hervorragend organisiert von Meli Müller, Marion Schaub und Marcel Eichholzer machten sich rund 80 Teilnehmer mit Pferd, Hund, Velo oder zu Fuss auf den Weg zu den verschiedenen Posten.

Sieger wurde nicht die originellste oder schnellste Gruppe, sondern wer eine möglichst kleine Differenz zwischen der effektiv benötigten Zeit und einer am Ziel gezogenen Zeit aufwies. Somit siegte Röne Hinnen vor Rick Hürlimann und Sarina Morf. Abgerundet wurde der tolle Anlass mit einem Spaghetti-Plausch am Abend.


Text: Brigitte Boller

 

Fieberhafte Osternestsuche im Bülacher Wald

 

Dieser „Wettbewerb“ war eigentlich ein Beitrag zur Entschleunigung, denn der Sieger wurde durch das Los bestimmt; die ausgeloste Zeit wurde mit der erreichten Zeit verglichen, die kleinste Differenz wurde als Siegerzeit ausgerufen. Da zwei Teilnehmer letztlich dieselbe Zeitdifferenz „erlost“ hatten, wurde per Eiertütsch der um den Platz 2 und 3 gerungen. Freundlicher kann ein Wettbewerb nicht gestaltet werden!

 

Herrlicher hätte dieser Kar-Samstag Morgen kaum sein können; Frühling liess sein blaues Band flattern (frei nach Mörike) und warm, ja fast heiss schien die Sonne auf die teilweise noch dick bepelzten Islandpferde, die den vielen   Hängern auf dem grossen Parkplatz bei der Bülacher Kaserne entstiegen.

 

Die IPV CH Hatte zum Swiss Mot Osterritt geladen, und rund 80 Teilnehmende folgten der Einladung, zu Pferd, mit dem Velo, zu Fuss.

 

Melanie Müller und Marion Schaub mit der Unterstützung von Marcel Eichholzer hatten diesen Anlass hervorragend organisiert. Vor Ort instruierten sie alle, was zu tun sei und schickten die Teams auf die Piste.

 

Verwundert rieben sich viele Spaziergänger die Augen, sie hatten wohl noch nie so viele Isländer in „ihrem“ Wald gesehen. Immer wieder traf man nämlich auf Teams, die an gekennzeichneten Posten schneller oder weniger schnell (Posten 2 lässt grüssen!) Osterköstlichkeiten suchten und diese, einmal gefunden, in die mitgebrachten Rucksäcke stopften. Obwohl es ja eben nicht um die Zeit ging, wurden alle vom Fieber gepackt und liessen es sich nicht nehmen, im Dornengestrüpp nach Osternestli zu suchen. Mein Mann als alter ehemaliger OL-Läufer und natürlich zu Fuss unterwegs, war in seinem Element!

 

An einem liebevoll hergerichteten Znüniposten wurden alle hervorragend verpflegt und betreut, René Bischof erwies sich dabei als charmanter Gastgeber und Betreuer! Nebenbei schoss er x Fotos, die Pferde grasten lustvoll und wir schauten den vielen landenden Flugzeugen zu, begrüssten freudig schon ewig nicht mehr gesehene alte Bekannten aus grauer (Turnier-)Vorzeit und hatten ganz einfach „den Plausch“.

 

Schliesslich fanden alle wieder den Ausgangspunkt, nachdem die 10 Posten geplündert worden waren.

 

Vorbei war der Anlass aber noch nicht, trafen sich doch alle, die noch wollten (ich glaube, alle wollten!) abends nochmals in Bülach zu einem Spaghettiessen und zur Rangverkündigung. Alle waren Sieger, denn alle erhielten eine Plakette und einen Osterhasen.

 

Als alte Ex-IPVler aus den 80er und 90er Jahren, die dem aktiven (Turnier-) geschehen längst den Rücken gekehrt haben, fühlten wir uns in dieser Gesellschaft der Nichtambitionierten sofort wieder wohl!

 

Ausserdem möchten wir dem Organisationsteam unsern besten Dank ausdrücken, sie haben viel investiert in die Vorarbeiten und am Tag selbst, mussten sie doch nach Schluss der Veranstaltung alles wieder in Ordnung bringen, die Wege abmisten, Bändeli entfernen, Platz säubern etc. Mit viel Charme und Freundlichkeit haben sie uns allen einen sehr schönen Tag bereitet!

 

Brigitte Boller und Berth Schürch mit Corinne Tinner und Manuela Steinemann


Text: Evelyn Bosshard

 

Oster-Ritt mit dem Drahtesel

 

Die Vorfreude auf den Osterritt war gross und alle Vorbereitungen im Kopf schon mehrmals durchgeplant: Transporter organisiert, Fahrzeit berechnet, Pferde und Material geprüft, Futter und Putzzeug, Notfallnummern und Infos eingepackt! Und dann kam alles ganz anders…………ein hinkendes Pferd, zwei enttäuschte Reiterinnen und Teilnahme-Absage per Mail und SMS am Vorabend. Wenige Minuten danach rief mich Melanie aber an und überzeugte mich schnell davon, dass wir auch per Velo am Osterritt mitmachen können. Das war wirklich eine Superidee!

 

Am nächsten Tag mussten wir also nur die beiden „Draht-Esel“ ins Auto laden und konnten uns ohne grosse Vorbereitungen in den Sattel schwingen. Punkt 9.00 Uhr starteten wir gemütlich unseren Oster-Ritt in den wunderbaren Frühlingstag! Ganz schnell fanden wir den richtigen Weg und folgten gespannt den orangen Bändeli. Kurz nach der ersten Waldkreuzung sahen wir das blauweisse ZKB-Fähnli am Wegrand stecken. Die Suche nach dem Osternestli war aber gar nicht so einfach, weil wir ja noch nicht wussten, nach WAS wir da genau suchen müssen. Wir irrten zuerst etwas ziellos durchs Unterholz, aber dann fanden wir den Kübel mit den feinen Guetzli. Unser Jagdinstinkt war geweckt und schnell stiegen wir wieder aufs Velo und traten etwas kräftiger in die Pedalen. Immer nach orangen Bändeli Ausschau halten, ZKB-Fähnli ja nicht verpassen, runter vom Velo und wieder ab ins Gebüsch und Ostersachen suchen! Ab dem dritten Posten waren wir ein eingespieltes Team und fanden meistens ziemlich schnell die versteckten Süssigkeiten. Nach einer kurzen und sehr leckeren Stärkung beim „Znüni-Posten“ machten wir uns wieder auf den Weg durch den Wald. Das Gebiet war wirklich perfekt für Radfahrer, Reiter und Jogger. Alles war super gekennzeichnet und unser Rucksack wurde immer voller! Wir trafen viele gut gelaunte Reitergruppen an und hie und da gab’s ein kleines Schwätzchen und Tipps zur Osternestli-Suche wurden ausgetauscht. Der Rückweg führte fast nur noch bergab und wir konnten mit unseren Fahrrädern ohne Anstrengung in hohem Tempo herunterfräsen – vom Gefühl her beinahe so gut, wie im hohen Tempo Tölt durch den Wald fräsenJ!

 

Bald erreichten wir das Ziel auf dem grossen Parkplatz und fanden dort das letzte Osternestli, welches wir mit allen gefundenen Ostersachen auffüllen konnten. Die Zeit wurde gestoppt und wir mussten noch das schicksalhafte Zetteli ziehen…….einer hatte etwas mehr Glück, der andere etwas weniger! Aber das spielte überhaupt keine Rolle, schliesslich hatten wir einen wunderschönen und spannenden Morgen erlebt! Damit war es aber noch lange nicht vorbei, denn für den Abend war noch ein Spaghetti-Plausch und gemütliches Beisammensein im Restaurant Frieden organisiert. Und auch das lief wie am Schnürchen; super Service, sehr aufmerksames Personal, feines Essen, spannende Gespräche mit Reiterkolleginnen und Freunden, mit Familien und vielen netten Tischnachbarn. Natürlich waren alle gespannt auf die Rangverkündigung! Die ersten 3. Ränge wurden mit grossem Applaus und einem ebenso grossen Schoggi-Osterhasen belohnt und alle übrigen Teilnehmer bekamen natürlich auch einen Schoggi-Hasen inklusive Gutschein für das „Schoggimuseum“ und eine schöne Plakette dazu!

 

Langsam machten sich die Leute auf den Heimweg – alle waren zufrieden, satt und müde und verabschiedeten sich mit: „Wir sehen uns nächstes Jahr wieder beim Oster-Ritt!“

 

Der Oster-Ritt war wirklich ein superlässiger und perfekt organisierter Anlass für Gross und Klein, für Mensch und Tier – und für Drahtesel!