Anweiden - idealer Zeitpunkt für eine Darmsanierung

Die Weidesaison steht vor der Tür und viele umsichtige Pferdebesitzer und Stallbetreiber beginnen bald mit dem Anweiden. Der Zeitpunkt ist ideal für eine Darmsanierung, um Verdauung und Stoffwechsel optimal auf die Futterumstellung vorzubereiten und zu begleiten.

Süssholz und Bitterkräutern helfen dem Darm auf die Sprünge

Die medizinische Wirkstoffe von Süssholz sind in seiner Wurzel zu finden. Forscher haben bislang über 400 Wirkstoffe gefunden, darunter vor allem Triterpensaponine, Flavonoide und Cumarine. Die Süssholzwurzel wirkt entzündungshemmend und kann die Normalisierung einer gestörten Schleimzusammensetzung positiv beeinflussen. Ausserdem werden ihr krampflösende, schleimlösende, antiallergische und antimikrobielle Wirkungen nachgesagt. Die anregende Wirkung von Bitterkräutern auf die Verdauung ist nichts Neues. Pferde in freier Natur fressen gezielt bittere Gewürzkräuter. Damit wird die Verdauung angeregt und dem Darm geholfen ins Gleichgewicht zu kommen. Richtig zusammengestellt können sie die Produktion von Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse und der Leber anregen. Bitterkräuter unterstützen das Pferd dabei, Stärke, Eiweiss und Fruktane besser abzubauen.

 

Anwendung bei Pferden

Süssholzextrakt: 2 Wochen geben, 2 Wochen Pause, 2 Wochen geben.

 

Das Extrakt stammt aus dem Süssholzwurzelsaft, der getrocknet und gemahlen wurde. Übermässiger Verzehr kann zu Nebenwirkungen führen, daher nie länger als 2 bis 3 Wochen am Stück verabreichen und nicht mit anderen Süssholzwurzelpräparaten kombinieren.

 

Bitterkräuter: 6 Wochen parallel zum Süssholzextrakt füttern. Bitterkräuter fördern die Produktion von Gallensäuren, welche wiederum fäulnishemmend wirken. Am besten über 2-3 Tage einschleichen. Falls der Kot weicher wird, besonders in der 3. und 4. Woche, bitte die angegebene Menge Bitterkräuter reduzieren. Ein gut gefüllter 2dl Becher entspricht etwa der empfohlenen täglichen Menge für ein Islandpferd.

 

Bitterkräuter sind z.B. Wiesenkümmel, Spierkraut, Schafgarbe, Buchweizen. Kunigundenkraut, Queckenwurzel, Heidelbeerblätter, Taubnessel, Labkraut, Knöterich, Koriander.

 

Die beiden Komponenten sind in Bio-Shops oder im Internet bei diversen Anbietern erhältlich; zum Beispiel bei www.equisana.ch, www.muehlescherz.ch oder auch www.kirschensteine.ch. Bitte achtet auf gute Qualität und darauf, dass keine weiteren Zusätze/Untermischungen enthalten sind.

 

Achtung: nicht bei trächtigen Stuten und Pferden, die Probleme mit dem Cortisonhaushalt haben und Medikamente bekommen (Prascend), anwenden.